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Demonstrierende bewerfen Baerbock mit Eiern – und fordern „Grüne an die Front“

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Von: Magdalena von Zumbusch

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Annalena Baerbock unterstützt den Wahlkampf der Grünen in NRW.
Annalena Baerbock unterstützt den Wahlkampf der Grünen in NRW. © IMAGO/Ying Tang

Die Zusage neuer Waffenlieferungen Deutschlands an die Ukraine sorgt in der Querdenker-Szene für Aufruhr. Wütende Demonstrierende reagieren sich an der Außenministerin ab.

Düsseldorf - Bei Wahlkampfveranstaltungen in NRW kam es in den vergangenen Wochen zu Protesten von „Querdenkern“ und Bürgerinnen und Bürgern, die ihrer Kritik an den Waffenlieferungen der Bundesregierung in die Ukraine lautstark Ausdruck verliehen.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) unterstützte am 7. und 8. Mai die NRW-Vertreter ihrer Partei bei Wahlkampfauftritten in verschiedenen nordrheinwestfälischen Städten. Am kommenden Sonntag wird in NRW ein neuer Landtag gewählt und die Grünen stehen in aktuellen Umfragen bei 14 Prozent.

Bei Grünen-Wahlkampf in NRW: Proteste gegen Zusage der Regierung zu Ukraine-Waffenlieferungen

Bereits am Samstag hatte es in Köln Proteste gegeben, am Sonntag setzten sich diese bei einem Wahlkampf-Event in Wuppertal fort. Bei dem Auftritt der Grünen mit Spitzenkandidatin Mona Neubaur auf dem Laurentiusplatz in Wuppertal wurde Baerbock laut übereinstimmenden Medienberichten (etwa des Spiegels und des WRD) am Sonntagnachmittag (8. Mai) nun sogar mit Eiern beworfen – wenn auch nicht getroffen.

Sicherheitsbeamte hätten die Politikerin laut Medienberichten nach den ersten Eierwürfen mit einem durchsichtigen Schutzschild vor weiteren Angriffen geschützt. Es sei aber bei einer Eier-Attacke geblieben, so der Spiegel. Die Grünenpolitikerin habe den Vorfall noch auf der Bühne mit den Worten, sie denke, die „Kraft der Worte“ werde sich gegen Eierwürfe durchsetzen, kommentiert.

Baerbock-Auftritt: Demonstranten werfen Partei „Kriegstreiberei“ vor und fordern: „Grüne an die Front“

Zuvor hatten die Protestierenden bereits mit den Parolen „Grüne an die Front“ und „Kriegstreiber“ die Veranstaltung gestört. Und damit offenbar ihren Unmut über Waffenlieferungen an die Ukraine zum Ausdruck bringen wollen. Vor Beginn des Krieges wurden Waffenlieferungen an die Ukraine durch Deutschland noch von einer Mehrheit der Deutschen abgelehnt. Auch aktuell hat die Zusage viele Gegner – auch außerhalb der Querdenker-Szene.

Die Demonstrierenden sorgten auch ohne weitere Eierwürfe bei dem Wahlkampfauftritt vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen für Unruhe: Polizeibeamte hätten laut Spiegel schließlich Hunderte Gegendemonstranten von der Veranstaltung der Grünen auf dem Kölner Heumarkt trennen müssen.

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