Partei gibt im Anschluss sogar Erklärung ab

Baerbock und Grüne wollen mit Foto gegen Union austeilen - ein peinlicher Fehler sorgt für eine „Blamage“

Mit einem Frauen-Foto wollten die Berliner Grünen auf Twitter Punkte sammeln. Statt positivem Feedback gab es im Netz jedoch einige spitze Kommentare.

Berlin - Die Grünen haben sich das Thema „Gleichberechtigung“ auf die Fahnen geschrieben. In der Gesellschaft, aber auch innerhalb der eigenen Partei, müssen Frauen „überall gleichberechtigt mitgestalten können“, heißt es etwa auf der offiziellen Website der Partei.

Ein auf Twitter geteilter Bildausschnitt der Berliner Grünen sollte genau dieses Ziel der Partei deutlich machen - und zugleich noch als Seitenhieb gegen die Union dienen. Doch letztendlich führte das Posting zu ganz anderen Debatten.

Baerbock und Grüne wollen mit Foto gegen Union schießen - „Wieder alte weiße Männer...“

Auf dem Bild zu sehen war eine reine Frauenrunde - unter anderem Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und Bettina Jarasch, Spitzenkandidatin für die Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl. „Während sich auf den Gruppenfotos der Union wieder alte Männer zusammendrängen ...“, stand über dem Foto geschrieben.

Doch statt positivem Feedback führte das Foto der Berliner Grünen zu einigen spitzen Kommentaren im Netz. Wie unter anderem auch die Deutsche Presse-Agentur berichtete, kam kurze Zeit nach der Veröffentlichung nämlich heraus, dass auf dem Ursprungsfoto die Frauengruppe rechts und links von Männern eingerahmt war. Diese waren aber vor der Twitter-Verbreitung weggeschnitten worden.

Twitter-Foto von Baerbock und Grünen-Frauen sorgt im Netz für Diskussionen

Grünen-Mitglieder posteten das Originalbild schließlich selbst - auch, nachdem Kritik aufgekommen war, dass auf dem Foto lediglich weiße Frauen und keine Personen mit Migrationshintergrund zu sehen seien. Die Mitte-Grünen äußerten sich schließlich noch mit einer Erklärung: „Damit soll niemand versteckt werden. Um die drumherum geht es im Tweet schlicht nicht (...) .“

Auf Twitter teilten die Berliner Grünen schließlich das nicht zugeschnittene Foto.

An den kritischen Kommentaren auf Twitter änderte dies jedoch nur wenig. „Peinlich: Der Ursprungs-Tweet. Und auch die versuchte, unbeholfene Schadensbegrenzung“, lautete eine der Antworten. „Ihr blamiert Euch stets und ständig“, äußerte sich ein anderer Nutzer.

Spektakulärer Plan: Im Falle eines Sieges bei der Bundestagswahl will Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ein eigenes Ministerium für Einwanderung einrichten.

Rubriklistenbild: © Christophe Gateau/dpa

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