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Baerbock würdigt verstorbene frühere US-Außenministerin Madeleine Albright

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Die verstorbene ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright bei einer Rede vor der University of California in San Diego im Jahr 2019.
Die verstorbene ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright bei einer Rede vor der University of California in San Diego (2019). © Howard Lipin/IMAGO

Per Twitter äußerte sich Annalena Baerbock nach dem Tod der ehemaligen US-amerikanischen Außenministern Madeleine Albright mit ehrenden Worten. Auch tschechische Politikerinnen und Politiker würdigten sie für ihre Verdienste.

Berlin/Washington - Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat die verstorbene frühere US-Außenministerin Madeleine Albright als «streitbare Kämpferin, wahre Transatlantikerin und Vorreiterin» gewürdigt. Mit Haltung, Klarheit und Mut habe Albright als erste US-Außenministerin für Freiheit und die Stärke von Demokratien gestanden, schrieb Baerbock am Mittwochabend auf Twitter. «Auch ich stehe heute auf ihren Schultern», betonte die erste deutsche Außenministerin.

Albright war im Alter von 84 Jahren gestorben. Michael Roth (SPD), der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, bezeichnete die Verstorbene auf Twitter als «herausragende, inspirierende Dame». Der FDP-Außenexperte Alexander Graf Lambsdorff nannte Albright nahbar und humorvoll sowie eine «gefühlte Europäerin». CSU-Vize Manfred Weber twitterte, Albright sei eine der «ersten Ikonen globaler weiblicher Führung» und eine starke Stimme für den Schutz von Frieden und Freiheit in der Welt.

„Starke Verteidigerin von Demokratie und Menschenrechen“

Tschechische Politiker haben die verstorbene frühere US-Außenministerin Madeleine Albright für ihre politischen Verdienste gewürdigt. «Mitteleuropa weiß ihren Einsatz für die Nato-Osterweiterung heute mehr als jemals zuvor zu schätzen», schrieb Außenminister Jan Lipavsky am Mittwochabend bei Twitter. Die 1937 in Prag geborene Politikerin sei eine «starke Verteidigerin von Demokratie und Menschenrechten» gewesen.
«Kaum ein Staatsmann hat so viel für unser Land getan wie Madeleine Albright», merkte der tschechische Regierungschef Petr Fiala an. Sie sei zweimal vor einer Diktatur geflohen - der nationalsozialistischen und der kommunistischen - und habe in der freien Welt eine neue Chance bekommen und genutzt. «Wir danken und werden nie vergessen!»

Während Albrights Amtszeit als US-Chefdiplomatin von 1997 bis 2001 war Tschechien im März 1999 dem Nato-Verteidigungsbündnis beigetreten. «Daran denken wir gerade in dieser Zeit, in der uns die Nato vor dem arroganten Expansionswillen Russlands schützt», betonte der tschechische Ex-Außenminister Alexandr Vondra.
Mit dem damaligen tschechischen Präsidenten und früheren Bürgerrechtler Vaclav Havel (1936-2011) verband Albright eine enge persönliche Freundschaft. Sie nahm mehrmals an der von ihm organisierten internationalen Konferenz «Forum 2000» teil. Vorschläge, nach Tschechien zurückzukehren und selbst für das Präsidentenamt zu kandidieren, wies sie indes zeitlebens als unrealistisch zurück. (dpa)

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