+
"Apache"-Hubschrauber der US-Armee. Foto: Srdjan Suki/Archiv

Bagdad erbost über Apache-Einsatz bei Abwehr von IS-Angriff

Bagdad (dpa) - Nach der Abwehr eines Angriffs der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf einen Luftwaffenstützpunkt im Westirak zeigt sich Bagdad erbost über die Einmischung der US-Armee.

Es gebe keine Notwendigkeit für die Anwesenheit ausländischer Truppen vor Ort, hieß es in einer Erklärung ohne Nennung konkreter Staaten. Nach Recherchen des Fernsehsenders CNN hatte die US-Armee Apache-Helikopter gegen die IS-Angreifer entsandt.

Die Dschihadisten hatten am Freitag das Camp Ain al-Asad, wo internationale Soldaten Iraker ausbilden, unter Beschuss genommen. Der Angriff war von den irakischen Streitkräften zurückgeschlagen worden. Die Apache seien dabei lediglich zur Unterstützung der Iraker ausgeflogen und hätten keinen Schuss abgefeuert, meldete CNN unter Berufung auf Militärquellen am Samstag.

Das Camp war noch am Abend wieder gesichert worden. In der irakischen Regierungserklärung hieß es, ausländische Armeen sollten die Iraker allein mit Ausbildung und Waffen unterstützen. Eine militärische Intervention in Anbar sei unerwünscht: Die irakische Armee habe "ihre Standhaftigkeit und ihr Heldentum" im Kampf gegen die IS-Miliz bereits bewiesen.

CNN-Bericht, Englisch

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gericht entscheidet über Rekordentschädigung für Helmut Kohl
Köln - Altkanzler Kohl verlangt fünf Millionen Euro Schadenersatz für das Buch „Die Kohl-Protokolle“. An diesem Donnerstag will ein Gericht darüber entscheiden. Alles …
Gericht entscheidet über Rekordentschädigung für Helmut Kohl
Venezuela kündigt Rückzug aus der OAS an
Tote bei Protesten in Venezuela, Oppositionelle in Haft, Entmachtung des Parlaments - die OAS hatte die jüngsten Entwicklungen scharf kritisiert. Die Sozialisten sehen …
Venezuela kündigt Rückzug aus der OAS an
Brexit-Verhandlungen: Merkel gibt den deutschen Kurs vor
Berlin/Brüssel - Zwei Tage vor dem EU-Sondergipfel zum Brexit steckt Kanzlerin Merkel ihren Kurs für die Austrittsgespräche mit London ab - in einer Regierungserklärung …
Brexit-Verhandlungen: Merkel gibt den deutschen Kurs vor
Personalpolitik: Brüssel entscheidet über Rüge für Schulz
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz steht vor einer unangenehmen Abstimmung im Europaparlament. Wegen früherer Personalentscheidungen droht ihm dort heute eine Rüge.
Personalpolitik: Brüssel entscheidet über Rüge für Schulz

Kommentare