+
"Apache"-Hubschrauber der US-Armee. Foto: Srdjan Suki/Archiv

Bagdad erbost über Apache-Einsatz bei Abwehr von IS-Angriff

Bagdad (dpa) - Nach der Abwehr eines Angriffs der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf einen Luftwaffenstützpunkt im Westirak zeigt sich Bagdad erbost über die Einmischung der US-Armee.

Es gebe keine Notwendigkeit für die Anwesenheit ausländischer Truppen vor Ort, hieß es in einer Erklärung ohne Nennung konkreter Staaten. Nach Recherchen des Fernsehsenders CNN hatte die US-Armee Apache-Helikopter gegen die IS-Angreifer entsandt.

Die Dschihadisten hatten am Freitag das Camp Ain al-Asad, wo internationale Soldaten Iraker ausbilden, unter Beschuss genommen. Der Angriff war von den irakischen Streitkräften zurückgeschlagen worden. Die Apache seien dabei lediglich zur Unterstützung der Iraker ausgeflogen und hätten keinen Schuss abgefeuert, meldete CNN unter Berufung auf Militärquellen am Samstag.

Das Camp war noch am Abend wieder gesichert worden. In der irakischen Regierungserklärung hieß es, ausländische Armeen sollten die Iraker allein mit Ausbildung und Waffen unterstützen. Eine militärische Intervention in Anbar sei unerwünscht: Die irakische Armee habe "ihre Standhaftigkeit und ihr Heldentum" im Kampf gegen die IS-Miliz bereits bewiesen.

CNN-Bericht, Englisch

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Yücel geißelt Türkei als Willkürstaat
Die Freilassung von Deniz Yücel hat in Deutschland Erleichterung ausgelöst. Doch der stets argwöhnische Journalist zeigt, wie steinig der Weg zu einem normalisierten …
Yücel geißelt Türkei als Willkürstaat
Münchner Siko 2018: Thomas de Maizière fordert mehr Prävention im Kampf gegen Extremismus
Bei der Münchner Sicherheitskonferenz sagte Thomas de Maizière am Samstag, "allein über Repression" sei "die Schlacht nicht zu gewinnen". Alle Informationen im …
Münchner Siko 2018: Thomas de Maizière fordert mehr Prävention im Kampf gegen Extremismus
Ausnahmezustand in Äthiopien gilt für ein halbes Jahr 
Der in Äthiopien verhängte Ausnahmezustand soll nach Angaben der Regierung für ein halbes Jahr gelten. Die USA haben dies scharf verurteilt.
Ausnahmezustand in Äthiopien gilt für ein halbes Jahr 
Hunderte Menschen demonstrieren gegen Abschiebungen nach Afghanistan
In Hamburg und Rostock haben am Samstag insgesamt rund 1400 Menschen friedlich gegen Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan demonstriert.
Hunderte Menschen demonstrieren gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Kommentare