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Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Flüchtlingskrise

Bamberger Abschiebezentrum: Herrmann sieht positive Wirkung

Bamberg - Seit kurzem gibt es in Bamberg eine Rückführungseinrichtung für Flüchtlinge mit geringen Chancen auf ein Bleiberecht. Wie Innenminister Joachim Herrmann die Situation beurteilt.

Seit zwei Monaten gibt es in Bamberg eine sogenannte Rückführungseinrichtung für Flüchtlinge mit geringen Chancen auf ein Bleiberecht. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zieht am Freitag eine positive Zwischenbilanz. Herrmann beurteilt den Ausbau der Bamberger Einrichtung für Asylbewerber mit geringen Chancen auf Bleiberecht positiv. „Die Zahl der freiwilligen Ausreisen sind ein deutliches Signal, dass die Aufnahme- und Rückführungseinrichtung, die ja signalisieren soll, dass es um schnellere Rückführungen geht, wirkt“, sagte Herrmann am Freitag nach einem Besuch dort. Dennoch müssten die Prozesse noch effizienter gestaltet und das Verfahren weiter beschleunigt werden.

Das Bamberger Zentrum soll von derzeit 1500 auf 4000 Plätze ausgebaut werden. Diese Größenordnung bedeute, dass mehrere Hundert Flüchtlinge pro Woche abreisen müssen, erläuterte Herrmann. „So weit sind wir im Moment noch nicht.“ Seit Mitte September seien aus Bamberg 55 Menschen abgeschoben worden. In der gleichen Zeit reisten mindestens 360 weitere freiwillig aus oder kündigten ihre Ausreise an.

Als gute Nachricht bezeichnete Herrmann die Entscheidung des Bundestages vom Donnerstag, auf dem Gelände einen Stützpunkt der Bundespolizei zu etablieren. Auf dem ehemaligen Gelände der US-Streitkräfte gibt es reichlich Platz: So sollen neben den Flüchtlingen - räumlich getrennt - auch 2000 Auszubildende und 300 bis 500 Beamte aus dem Stammpersonal unterkommen. „Das ist für so eine Stadt eine riesige Nachricht, da vor allem junge Leute kommen.“

dpa

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