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Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (l.) besuchte eine Flüchtlingsaufnahmestelle in Bamberg. Dagegen protestiert nun die Bamberger CSU.

Erneut Kritik an Kanzlerin Merkel

Bamberger CSU startet Online-Petition gegen Flüchtlingsaufnahme

Bamberg - Die Bamberger CSU erneuert die Kritik an Kanzlerin Angela Merkel. Sie haben eine Online-Petition gegen die Aufnahme weiterer Flüchtlinge gestartet - ein bedenkliches Zeichen.

Die Bamberger CSU-Stadtratsfraktion hat eine Online-Petition gegen die Aufnahme weiterer Flüchtlinge auf dem ehemaligen Gelände der US-Streitkräfte gestartet. „Bamberg verträgt keine weiteren 5000 Flüchtlinge“, heißt es darin. Die CSU-Kommunalpolitiker rufen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Thomas de Maizière (beide CDU) dazu auf, „die Integrationskraft der Stadt Bamberg nicht zu überfordern und für eine gerechte Verteilung der Asylsuchenden im gesamten Bundesgebiet zu sorgen.“

In Bamberg eröffnete Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) am Mittwoch das zweite Rückführungszentrum für Asylbewerber mit wenig Aussicht auf ein Bleiberecht. In der Einrichtung sollen bis zu 1500 Flüchtlinge vor allem aus Balkan-Ländern untergebracht werden. Laut Medienberichten prüft der Bund, auf dem ehemaligen US-Gelände Platz für weitere 5000 Asylbewerber zu schaffen. Müller hatte dazu am Mittwoch gesagt, es sei noch keine Entscheidung für einen Standort gefallen. Der Bund untersuche derzeit alle seine Liegenschaften.

In der Petition des Bamberger CSU-Fraktionschefs Helmut Müller heißt es, die bisher grundsätzlich positive Stimmung in der Bevölkerung drohe zu kippen. Auch Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke ist gegen die zusätzliche Aufnahme von Asylbewerbern auf dem Areal: „Wenn weitere 5000 Flüchtlinge in die Stadt kommen, steigt die Zahl auf 7000 - das sind zehn Prozent der Bevölkerung Bambergs“, sagte der SPD-Politiker bei der Eröffnung des sogenannten „Balkan-Zentrums“. Die Balance müsse erhalten bleiben. Die Integrationskraft der Stadt sei begrenzt.

Am Freitagnachmittag hatten laut der Statistik-Anzeige auf der Webseite mehr als 800 Menschen die Petition online unterstützt - unter anderem auch aus Aschaffenburg und aus dem US-Bundesstaat Florida.

dpa

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