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Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Wurden Hinweise richtig verarbeitet?

Zu Unrecht bewilligte Anträge: Bamf prüft mögliche Fehler in Bremer Asylskandal

Nach dem Skandal um zu Unrecht bewilligte Asylanträge in Bremen werden nun vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mögliche Fehler untersucht.

Bremen - In der Affäre um zu Unrecht bewilligte Asylanträge in Bremen werden nach Angaben der Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Jutta Cordt, mögliche Fehler untersucht. Die Behörde erstattete im November Strafanzeige gegen die frühere Leiterin der Bamf-Außenstelle Bremen, habe aber deutlich früher von möglichen Unregelmäßigkeiten erfahren, sagte Cordt der "Frankfurter Allgemeinen" (Samstagsausgabe). 

Das Bamf prüfe nun, ob die Hinweise damals "richtig verarbeitet" wurden. Vier Unregelmäßigkeiten waren demnach bereits bei einem internen Disziplinarverfahren aufgefallen, das im März 2017 abgeschlossen wurde. "Für strafrechtliche Schritte reichten die Hinweise jedoch nicht aus", sagte Cordt dem Blatt. 

Am 20. April war bekannt geworden, dass die ehemalige Leiterin der Bamf-Außenstelle in Bremen in mindestens 1200 Fällen Asylanträge zu Unrecht bewilligt haben soll. Gegen sie und fünf weitere Beschuldigte, darunter ein Dolmetscher und drei Anwälte, wird deshalb ermittelt. Ihre zeitweise Nachfolgerin hat dem Bamf vorgeworfen, nicht an einer Aufklärung der Affäre interessiert zu sein.

AFP

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