+
Josefa Schmid

Nächstes brisantes Detail

Bamf-Skandal - Politikerin bestätigt: „Durfte nur mit Aufpasser aussagen“

Die Vorgänge rund um die Versetzung der Politikerin Josefa Schmid aus dem Bamf schlagen weiter hohe Wellen. Nun hat sich Schmid selbst zu Wort gemeldet.

Passau - Über die Unregelmäßigkeiten beim Bundesflüchtlingsamt hat die versetzte Leiterin der Bremer Außenstelle nach eigenen Angaben bei der Staatsanwaltschaft nur unter Aufsicht aussagen dürfen. Ihre Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft am vergangenen Mittwoch habe teilweise in den Bremer Bamf-Räumen stattgefunden, berichtet die Passauer Neue Presse. Zuvor hatte bereits merkur.de* über einen noch heftigeren Eklat in Zusammenhang mit Schmids Zeugenaussage berichtet.

„Befremdlich und hemmend“

„Ich habe dort einem Staatsanwalt und zwei Kriminalbeamten ungestört meine Unterlagen zeigen und auch die Eingriffsmöglichkeiten im Computerprogramm erklären wollen“, sagte Schmid der Zeitung. Der nach ihrer Versetzung nach Bremen geholte Referatsleiter habe aber mit Verweis auf das Hausrecht darauf bestanden, permanent im Raum zu bleiben und jeden Schriftsatz mitzulesen. „So einen Aufpasser zu haben, war befremdlich und auch hemmend, weil es ja schließlich auch um die Rolle der Behörde selbst geht“, sagte Schmid.

Nach Informationen von merkur.de* soll ein hochrangiger Mitarbeiter der Bamf-Behörde in Bremen sogar Schmids Unterlagen durchsucht und versucht haben, ihren Koffer mit privaten Inhalten zu durchwühlen. Er begründete dies unserem Informanten nach damit, dass Schmid Beweismaterial für die Staatsanwaltschaft aus der Behörde schmuggeln wolle.

Schmid forderte Gespräch mit Seehofer

Schmid klagt gegen ihre Versetzung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf). Sie war nach Bremen abgeordnet worden, nachdem dort unrechtmäßige Asylentscheidungen aufgefallen waren. Nach ihrer Darstellung ist die Dimension der Fälle aber weit umfangreicher als zunächst bekannt. Sie drängte in der Behördenzentrale und beim Bundesinnenministerium auf Aufklärung, scheiterte aber mit ihrer Forderung nach einem Gespräch mit Minister Horst Seehofer (CSU). Die Zentrale versetzte sie dann gegen ihren Willen zurück nach Bayern.

Lesen Sie auch: Bamf-Skandal: Flüchtling enthüllt nächstes Detail

dpa

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Jürgen von der Lippe greift Greta Thunberg scharf an: „Für mich ist das Comedy“
In einem Interview macht Jürgen von der Lippe eine klare Ansage in Richtung Greta Thunberg. Auf Twitter wird er dafür scharf angegriffen und veräppelt.
Jürgen von der Lippe greift Greta Thunberg scharf an: „Für mich ist das Comedy“
Chaos-Brexit unter Johnson? Ex-Botschafter warnt kurz vor Austritt eindringlich
Boris Johnson will nach dem Brexit die Einwanderung nach Großbritannien neu organisieren - doch Experten warnen. Auch ein Ex-Botschafter meldet sich zu Wort.
Chaos-Brexit unter Johnson? Ex-Botschafter warnt kurz vor Austritt eindringlich
ARD-Kommentar erhebt schwere Vorwürfe gegen Trump - „Für mich chancenlos“
Donald Trump hatte ein Jahrhundertwerk angekündigt - jetzt ist klar: Sein Friedensplan ist sehr einseitig. Und scheinbar gleicht er einer Brandstiftung, findet …
ARD-Kommentar erhebt schwere Vorwürfe gegen Trump - „Für mich chancenlos“
Eklat nach Foto mit Aktivistin Greta Thunberg: „Ihr habt nicht nur ...“
Aufregung um ein Foto aus Davos. Klimaaktivistinnen aus aller Welt posieren für ein Bild. Am Ende wird die afrikanische Vertreterin herausgeschnitten.
Eklat nach Foto mit Aktivistin Greta Thunberg: „Ihr habt nicht nur ...“

Kommentare