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Syrische Flüchtlinge in der Türkei: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert angesichts der globalen Flüchtlingsproblematik ein Engagement von allen Nationen.

 Noch nie gab es so viele Flüchtlinge

Ban: UN steht vor größten Herausforderungen

Genf - Die Vereinten Nationen stehen nach den Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vor den größten Herausforderungen ihrer Geschichte. Angesichts der Flüchtlingsproblematik seien alle Nationen gefragt, sagte Ban.

„Noch nie in der Geschichte der UN hat es so viele Flüchtlinge, Vertriebene und Asylsuchende gegeben“, sagte Ban am Mittwoch vor dem Exekutivkomitee des Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Genf. „Nie zuvor mussten die UN so vielen Menschen mit Nahrungsmitteln und anderen überlebenswichtigen Gütern beistehen.“ Es seien mehr Ressourcen, mehr politische Führung und eine beispiellose Kooperationsbereitschaft aller Nationen gefragt.

Allein in diesem Jahr sind Ban zufolge mehr als zwei Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben worden. Die mit Abstand meisten Krisen, die die Welt derzeit erleide, seien menschengemacht, sagte Ban. Deshalb müssten nicht nur Hilfen geleistet, sondern zugleich die den Krisen zugrundeliegenden Ursachen gelöst werden.

Ausdrücklich lobte Ban den Einsatz des UNHCR. Die Organisation mit Flüchtlingshochkommissar António Guterres an der Spitze stehe im Zentrum der Hilfe für die mehr als 50 Millionen Flüchtlinge weltweit. Tausende Mitarbeiter seien bereit, ihr Leben zu riskieren, um anderen Menschen zu helfen.

Zuvor hatte Ban bereits bei der Welthandelsorganisation (WTO) gesprochen. Dort hob er die Bedeutung des Handels für die Bekämpfung der Armut und eine nachhaltige Entwicklung hervor. „Der Handel muss allen zugutekommen“, forderte er.

Deutschland erhöht Hilfe für Flüchtlinge in Syrien und Irak

Deutschland hat nach Worten von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier die humanitäre Hilfe für Flüchtlinge in Syrien, Irak und den Nachbarländern um zehn Millionen Euro erhöht. „Die katastrophale Lage der Menschen in Syrien und Irak hat sich mit dem Vorrücken der ISIS-Truppen weiter verschärft“, schrieb Steinmeier am Mittwoch unter Verwendung einer anderen Bezeichnung für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). „Wir müssen jetzt dringend Vorkehrungen treffen, damit die Flüchtlinge durch den bevorstehenden Winter kommen können“, fügte er hinzu. Eine weitere Aufstockung der Hilfe sei deshalb nicht ausgeschlossen.

Bisher hat Deutschland für Flüchtlinge in Syrien und Irak sowie Menschen, die von dort in Nachbarländer geflohen sind, seit 2012 insgesamt etwa 660 Millionen Euro bereitgestellt, hieß es in Regierungskreisen. Zudem liefert Deutschland Waffen und Ausrüstung im Wert von etwa 70 Millionen Euro an die kurdischen Peschmerga-Soldaten im Nordirak für deren Kampf gegen die IS-Extremisten.

Mindestens 18 Tote bei Doppelanschlag in syrischer Stadt Homs

Bei einem Doppelanschlag auf die von der Regierung kontrollierte syrische Stadt Homs sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien auch zehn Kinder, meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Mittwoch. Mindestens 56 Menschen seien verletzt gekommen, als kurz nacheinander zwei Autobomben explodierten, eine davon in der Nähe einer Schule.

Andere syrische Medien berichteten von mehr als 20 Toten. Die Bomben explodierten in einem Viertel, in dem vor allem Mitglieder der religiösen Minderheit der Alawiten wohnen. Zu ihnen gehört auch der syrische Präsident Baschar al-Assad. Niemand bekannte sich zunächst zu den Anschlägen.

dpa

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