+
Im Niemandsland zwischen Bangladesch und Myanmar sollen mehrere Tausend Geflüchtete ausharren. Foto: Mushfiq Alam

Im Niemandsland

Bangladesch weist aus Myanmar geflohene Rohingyas ab

Dhaka (dpa) - Soldaten in Bangladesch haben mehr als hundert muslimische Rohingyas aus Myanmar an der Einreise gehindert. Die 141 Menschen hätten versucht, nach der jüngsten Welle ethnischer Gewalt in Myanmar per Boot illegal in das Land zu kommen, teilte ein Kommandant einer paramilitärischen Einheit mit.

Fast 100 Menschen waren am Freitag in der Region Rakhine in Myanmar bei Kämpfen zwischen bewaffneten Rohingyas und Sicherheitskräften der Regierung getötet worden.

Das benachbarte muslimische Bangladesch verstärkte daraufhin an der Grenze seine Sicherheitsvorkehrungen, um eine neue Flüchtlingswelle zu verhindern. Im Niemandsland zwischen beiden Ländern haben sich seit Samstag mehr als 5000 Menschen gesammelt, wie der Präsident des Stadtrates im Grenzort Ghumdum in Bangladesch berichtete. "Die Soldaten erlauben ihnen nicht, die Grenze zu überqueren", sagte Jahangir Aziz der Deutschen Presse-Agentur telefonisch.

Mehr als eine Million Rohingyas leben in Rakhine. Im vorwiegend buddhistisch geprägten Myanmar sieht sich die muslimische Minderheit seit Jahrzehnten Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt. Viele besitzen keine Pässe und werden nicht als Staatsbürger anerkannt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

CNN berichtet: Motiv für Attentat war Nahost-Konflikt
Im New Yorker Stadtteil Manhattan hat es nach Angaben der Polizei eine Explosion in der Nähe des Busbahnhofs „Port Authority“ gegeben.
CNN berichtet: Motiv für Attentat war Nahost-Konflikt
Trump will Fundament für Mars-Mission legen
Donald Trump hat große Ziele: Langfristig sollen Astronauten auf dem Mars landen und forschen. Vorher aber soll ein anderer Himmelskörper Besuch von Menschen bekommen.
Trump will Fundament für Mars-Mission legen
Auslandseinsätze der Bundeswehr und Glyphosat im Bundestag
Was macht die noch geschäftsführende "alte" GroKo mit dem großen Streitthema Glyphosat, wenn schon am Mittwoch Gespräche über eine neue große Koalition beginnen …
Auslandseinsätze der Bundeswehr und Glyphosat im Bundestag
Pleite für Trump: US-Militär muss Transgender vom 1. Januar an aufnehmen
Trump wollte Transgender die Aufnahme ins Militär verbieten. Doch nun entschied ein Gericht: Ab 1. Januar dürfen sie sich verpflichten. Das Weiße Haus will nun andere …
Pleite für Trump: US-Militär muss Transgender vom 1. Januar an aufnehmen

Kommentare