+
Steve Bannon, ehemaliger Chefstratege von US-Präsident Trump. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Enthüllungsbuch

Bannon bedauert Auswirkungen seiner Äußerungen

Washington (dpa) - Donald Trumps ehemaliger Chefstratege Steve Bannon hat Bedauern über die Auswirkungen von Bemerkungen geäußert, mit denen er im Enthüllungsbuch "Fire and Fury" zitiert wird.

In einer der Nachrichten-Webseite Axios zugeleiteten Erklärung bekundete er nach deren Angaben zugleich "unerschütterliche Unterstützung" für den US-Präsidenten und dessen Agenda. Ausdrücklich lobt er darin den Trump-Sohn Donald Jr.

Dass die ihm zugeschrieben Äußerungen auch tatsächlich so gefallen sind, bestreitet Bannon in seiner Erklärung nicht. Bei der Schilderung chaotischer Zustände im Weißen Haus stützt sich der Buchautor Michael Wolff unter anderem auf Bannon.

Der ehemalige enge Vertraute von Trump geht Axios zufolge insbesondere auf sein im Buch zitiertes Urteil über ein Treffen von Donald Trump Jr., Schwiegersohn Jared Kushner und dem damaligen Wahlkampfmanager Paul Manafort mit einer russischen Anwältin während des Wahlkampfes 2016 ein. Trump Jr. hatte gehofft, dabei Schmutziges über die Wahlrivalin seines Vaters, Hillary Clinton, zu erfahren. Bannon wertet dieses Treffen dem Buch zufolge als "Verrat, unpatriotisch und üblen Mist".

In seiner Erklärung sagt Bannon nun, dass sich die Bemerkung gegen Manafort gerichtet habe, nicht gegen Trump Jr. Letzterer sei sowohl ein "Patriot und ein guter Mann". Manafort aber hätte wissen müssen, so Bannon, wie die Russen operierten und dass sie nicht Freunde der USA seien. "Ich bedauere, dass meine verspätete Antwort auf den inakkuraten Bericht bezüglich Don Jr. die Aufmerksamkeit von den historischen Errungenschaften im ersten Jahr der Präsidentschaft abgelenkt hat."

Dem Treffen mit der Anwältin kommt besonderes Gewicht zu, weil ein Sondermittler untersucht, ob es zwischen dem Trump-Lager und Russland Absprachen zu einer Wahlbeeinflussung gegeben hat.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Für Engagement gegen Fremdenhass: ZDF-Frau Dunja Hayali bekommt Toleranz-Preis
Dunja Hayali gilt als eine der streitbarsten Journalistinnen im deutschen TV. Nun bekommt sie den Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing.
Für Engagement gegen Fremdenhass: ZDF-Frau Dunja Hayali bekommt Toleranz-Preis
Trump unter Druck: Wieder ernste Vorwürfe gegen seinen Richter-Kandidaten Kavanaugh
Lange drohte US-Präsident Trump den Chinesen mit Sonderzöllen in Milliarden-Umfang, nun sind sie da. Donald Trump hält an seinem Kandidaten für den Supreme Court der USA …
Trump unter Druck: Wieder ernste Vorwürfe gegen seinen Richter-Kandidaten Kavanaugh
Neue Anschuldigungen gegen Supreme-Court-Kandidat Kavanaugh
Der Supreme-Court-Anwärter Brett Kavanaugh ist mit neuen Vorwürfen konfrontiert: Von wilden Partys ist die Rede, mit Alkohol, Drogen - und vor allem sexuellen …
Neue Anschuldigungen gegen Supreme-Court-Kandidat Kavanaugh
Fall Maaßen: GroKo versucht „Neustart“ - aber Stegner attackiert Maaßen mit harten Worten
Hans-Georg Maaßen wird „Sonderberater“ in Horst Seehofers Innenministerium. Doch es gibt bereits wieder neuen Streit in dem Fall. Die Causa Maaßen im News-Ticker.
Fall Maaßen: GroKo versucht „Neustart“ - aber Stegner attackiert Maaßen mit harten Worten

Kommentare