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Der frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsident Uwe Barschel

Früherer Ermittler: Fall wieder aufnehmen

Barschel: DNA-Spur erhärtet Mordverdacht

Berlin - Der frühere Chef-Ermittler im Fall Barschel sieht nach dem Auftauchen neuer Gen-Spuren seinen Mordverdacht erhärtet.

Die Spur eines Fremden in dem Genfer Hotelzimmer, in dessen Badewanne die Leiche des früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Uwe Barschel im Oktober 1987 gefunden wurde, sei eine Bestätigung der damaligen Ermittlungen, sagte Heinrich Wille der Zeitung “Die Welt“ (Montag). Schon damals sei er zu dem Schluss gekommen, das Barschel in der Todesnacht nicht allein in dem Zimmer war.

Wille forderte die Lübecker Staatsanwaltschaft auf, die neuen Erkenntnisse mit der Datenbank für genetische Fingerabdrücke des Bundeskriminalamtes (BKA) abzugleichen. “Das ist einen Versuch wert, zumal sich für mich der Anfangsverdacht auf Mord im Laufe der Ermittlungen erhärtet hat. Das bedeutet, dass das Verfahren wieder aufgenommen werden muss, wenn es neue Erkenntnisse gibt“, sagte der mittlerweile pensionierte Staatsanwalt.

Politiker und ihre Affären

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Barschel starb laut Obduktion an einer Medikamentenvergiftung. Bis heute rätseln Ermittler, ob er sich wenige Wochen nach seinem Rücktritt als Kieler Regierungschef in der sogenannten Waterkant-Affäre selbst umbrachte oder ermordet wurde.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass Spezialisten des Landeskriminalamtes Kiel an der Kleidung des Toten die DNA eines Unbekannten sichergestellt haben. Demnach hinterließ ein und dieselbe Person Spuren an Socken, Krawatte und der Strickjacke Barschels.

dpa

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