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Hettinger und Trump in ihrer gemeinsamen Szene für einen Streich mit der versteckten Kamera.

Schauspielerin ließ ihn abblitzen

Bayerin berichtet: So machte sich Trump an mich heran

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  • Dierk Sindermann
    Dierk Sindermann
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Augsburg/New York - Wer weiß: Wenn sie damals „Ja“ gesagt hätte, könnte Sie heute First Lady sein. Doch eine in Augsburg geborene Schauspielerin gab Donald Trump, als er ihr Avancen machte, einen Korb.

Marianne Hettinger, die in den 90ern am National Shakespeare Conservatory in New York studierte und heute als freiberufliche Filmemacherin und Drehbuchautorin im Big Apple arbeitet, war 2004 für eine Folge von “Versteckte Kamera” (“Candid Camera“) gebucht wurden, wie sie der Augsburger Allgemeinen erzählte. 

In dem Streich nahm Trump – er war nach seiner zweiten Scheidung von Marla Maples gerade Single - Heiratsvermittlerinnen auf die Schippe - und auch ein wenig sich selbst. 

„Freund“ versucht sie mit Trump zu verkuppeln

Der US-Ausgabe der Huffington Post, die die Geschichte aufgriff, sagte Hettinger: „Trump hatte sich vor dem Shooting in seinem Büro bei mir vorgestellt. Ich fand ihn höflich, unattraktiv und unsicher. Sein Stuhl war höher als all die anderen im Raum. Ein Mann, der sich mir als Trumps guter Freund vorstellte, versuchte mich in der Drehpause zu überzeugen, was für ein guter Typ Donald sei. Als Beispiel berichtete er, Trump habe kürzlich für eine ältere Dame Tennisbälle aufgehoben. Ich fand es nur peinlich und ziemlich verdächtig. Warum wollte Trump, dass ich ihn für einen guten Typen halte, obwohl ich keinerlei Interesse an ihm gezeigt hatte?“

Casanova Trump sucht „hausbackenen“ Frauentyp

In dem heimlich mitgefilmten Streich erklärte Trump den Profi-Kupplerinnen, er habe genug von sexy, glamourösen Frauen und suchen nun nach einer, die „normal und hausbacken“ aussehe. Hettinger, ein großer, blonder Supermodel-Typ, spielte seine Sekretärin und wurde ironischerweise von Trump als Beispiel für eine unscheinbare Frau nach seinem Geschmack vorgestellt - zum großen Erstaunen der verdutzten Heiratsvermittlerinnen.

Diese kurze Szene aus dem Video mit ihr und Trump stellte Hettinger auf ihren YouTube-Kanal.

„Er schien unsicher, war sehr höflich und angelte nach Bestätigung“

Hettinger drehte fast einen ganzen Nachmittag, anschließend sprach Trump sie an: „Er fragte mich, welchen Eindruck er vor der Kamera gemacht habe, ob er auch gut gewesen wäre“, sagte sie der Augsburger Allgemeinen. „Er schien unsicher, war sehr höflich und angelte nach Bestätigung. Ich gab ihm Feedback und einige schauspielerische Tipps. Er fragte fast schüchtern nach meiner persönlichen Telefonnummer, da er mich auf eine Party einladen wolle.“

Doch Hettinger lehnte freundlich ab. „Ich fühlte mich respektiert, aber gelangweilt von Trumps Persönlichkeit und Art.“ Sie meinte nur, „wenn er einen Schauspiel-Job für mich habe, könnte er meinen Agenten kontaktieren.“

Trump muss sich nach dem Korb schnell getröstet haben: Bereits ein Jahr nach dem Dreh schloss er mit dem slowenischen Model Melania Knauss, die nach seiner Amtseinführung am Freitag die neue First Lady wird, seine dritte Ehe - ganz ohne Heiratsvermittlerinnen.

Trump und die Frauen

Mit versteckten Aufnahmen hat Trump später keine guten Erfahrungen gemacht. Unvergessen bleibt das Video, das während des US-Wahlkampfes auftauchte, in dem der nächste amerikanische Präsident - nicht wissend, dass sein Mikro bereits angeschaltet war - einem TV-Moderator gegenüber prahlte, er könne sich gegenüber Frauen alles erlauben - auch wenn er ihnen zwischen die Beine fasse, hätte das keinerlei Folgen für ihn. Mehrere Frauen haben den bekennenden Casanova mittlerweile der sexuellen Belästigung bezichtigt.

Die komplette Trump-Episode der „Versteckten Kamera“ findet sich übrigens ebenfalls auf YouTube. Im Nachhinein mag sie bei manchem einen etwas faden Nachgeschmack hinterlassen.

D. Sindermann/hn

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