Trotzdem auf niedrigem Niveau

Mehr Straftaten in Bayern im Jahr 2013

München - Die bayerische Polizei hat im vergangenen Jahr erneut etwas mehr Straftaten registriert. Besonders in Wohnungen wird häufiger eingebrochen. Trotzdem liegt die Zahl auf einem niedrigem Niveau.

Die bayerische Polizei hat im vergangenen Jahr erneut etwas mehr Straftaten registriert. Die erfassten Delikte stiegen 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent auf 635 131 Fälle, wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei der Vorstellung der neuen Kriminalstatistik am Montag in München bekanntgab. Er führte den leichten Anstieg unter anderem auf eine verstärkte polizeiliche Kontrolltätigkeit zurück. Mit 5073 Straftaten pro 100 000 Einwohner liege der Freistaat weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Es sehe derzeit alles danach aus, dass Bayern seine Spitzenposition bei der inneren Sicherheit auch im Jahr 2013 souverän behauptet habe. „In Bayern leben heißt sicher leben“, sagte Herrmann.

Anstiege bei Wohnungseinbrüchen

Anstiege gab es unter anderem bei den Wohnungseinbrüchen (plus 11,8 Prozent auf 6385 Fälle), der Internetkriminalität (plus 10,6 Prozent auf 24 292 Fälle), aber auch bei Morden und Mordversuchen (plus 14,6 auf 118 Fälle) sowie Totschlagsdelikten (plus 29,9 Prozent auf 265 Fälle). Rückläufige Zahlen verzeichnete die Polizei etwa bei der Straßenkriminalität. „Mit 112 441 Fällen hatten wir sieben Prozent weniger Raubüberfälle, Diebstahlsdelikte, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen auf unseren öffentlichen Straßen“, sagte Herrmann.

Die Aufklärungsquote stieg um 0,9 Punkte auf 64,1 Prozent. Damit sei es erneut gelungen, in fast zwei Drittel aller Fälle einen Tatverdächtigen zu ermitteln. „Im Bundesdurchschnitt gelingt das regelmäßig nur bei rund der Hälfte aller Straftaten“, sagte Herrmann.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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