+
Der Präsident des bayerischen Städtetags, Ulrich Maly (SPD).

Konkurrenz unter Bedürftigen verhindern

Bayerischer Städtetag will mehr günstige Wohnungen

Nürnberg - Der Bayerische Städtetag fordert angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen mehr bezahlbare Wohnungen in den Städten - allerdings nicht nur für Asylbewerber.

Auch andere Bevölkerungsgruppen müssten sich das Wohnen in den Zentren weiterhin leisten können, betonte Städtetagspräsident Ulrich Maly (SPD) am Donnerstag nach einem Treffen mit Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in Nürnberg. „Bei der Suche nach bezahlbarem Wohnraum wollen wir keine Konkurrenz zwischen sozialhilfebedürftigen Familien, Alleinerziehenden, Rentnern und Obdachlosen mit Flüchtlingen und anerkannten Asylbewerbern.“

Maly verwies darauf, dass allein für Flüchtlinge und Asylbewerber pro Jahr rund 5000 Wohnungen in Bayern benötigt würden. Derzeit steht aber nur Geld für 4000 staatlich geförderte neue Wohnungen zur Verfügung. Der Städtetag begrüßte daher die Absicht der Staatsregierung, weitere Mittel bereitzustellen. Diese müssten aber dauerhaft sein und für die Versorgung aller bedürftigen Bürger eingesetzt werden, mahnte Maly. Nach Ansicht des Bayerischen Städtetags lässt sich mehr billiger Wohnraum schaffen, wenn die Kräfte von Bund, Freistaat und Kommunen gebündelt werden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Weihnachtsmarkt-Attentäter stärker überwacht als bekannt
Der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, der Tunesier Anis Amri, nutzte rund ein Dutzend Alias-Namen hierzulande. Seit Anfang 2016 war er nahezu wöchentlich Thema …
Weihnachtsmarkt-Attentäter stärker überwacht als bekannt
UN-Sicherheitsrat prüft Resolutionsentwurf zu Jerusalem-Entscheidung Trumps
Der UN-Sicherheitsrat prüft einen Resolutionsentwurf, der die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA kategorisch ablehnt. 
UN-Sicherheitsrat prüft Resolutionsentwurf zu Jerusalem-Entscheidung Trumps
Mehr als die Hälfte der Briten will in EU bleiben
Der Brexit verliert in Großbritannien immer mehr an Zustimmung: Einer neuen Umfrage zufolge hat sich nun mehr als die Hälfte der Briten für einen Verbleib in der …
Mehr als die Hälfte der Briten will in EU bleiben
De Maizière spricht sich für Antisemitismusbeauftragten aus
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat sich für einen Antisemitismusbeauftragten in der nächsten Bundesregierung ausgesprochen.
De Maizière spricht sich für Antisemitismusbeauftragten aus

Kommentare