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Bayerns Sozialministerin Emilia Müller in einer Flüchtlingsunterkunft in Deggendorf.

Bundesweiter Vorreiter

Bayern eröffnet Zentrum für Balkan-Flüchtlinge

Ingolstadt - Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) hat am Dienstag das bundesweit erste Aufnahmezentrum speziell für Balkan-Flüchtlinge eröffnet.

In einer ehemaligen Kaserne am Rande von Manching bei Ingolstadt sollen 500 Flüchtlinge aus Südosteuropa untergebracht werden, die zumeist keinerlei Chance auf ein Bleiberecht in Deutschland haben. Insgesamt sollen rund 1500 Balkan-Flüchtlinge im Raum Ingolstadt zusammengefasst werden, und zwar an insgesamt drei Standorten. Alle zuständigen Behörden arbeiteten hier eng zusammen, um die Verfahren in maximal vier bis sechs Wochen abwickeln zu können, sagte Müller. Abgelehnte Asylbewerber sollen dann so schnell wie möglich wieder in ihre Heimat zurückgeschickt werden.

Müller: Bayern braucht Unterstützung anderer Bundesländer

Angesichts der dramatisch steigenden Asylbewerberzahlen und der Einreise von Flüchtlingen aus Ungarn fordert Bayern dringend die Unterstützung aller anderen Bundesländer. „Bayern kann das alleine nicht mehr schaffen“, sagte Müller am Dienstag. Im Schnitt seien zuletzt schon knapp 2000 Menschen pro Tag in Bayern angekommen. Nun seien es allein in München binnen eines Tages 1500 gewesen, davon 700 bis 800 in Zügen aus Ungarn. Diese würden nun in Bussen in ganz Bayern verteilt. Außerdem habe Baden-Württemberg bereits Unterstützung zugesagt, berichtete Müller.

dpa

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