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Asylbewerber sollen auf Kosten der bayerischen Landesregierung Deutsch lernen.

Flüchtlinge werden unterstützt

Bayern finanziert Deutschkurse für Asylbewerber

München - Asylbewerber in Bayern sollen künftig auf Kosten des Freistaats Deutsch lernen können. Das erleichtere die Kommunikation mit Behörden und Ärzten, sagte Sozialministerin Haderthauer.

Asylbewerber in Bayern sollen künftig auf Kosten des Freistaats Deutsch lernen können. „Deutschkenntnisse erleichtern allen die Kommunikation, insbesondere auch mit Ärzten, Behörden oder der Asylsozialberatung“, sagte Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) am Sonntag in München. Bis zu 1,5 Millionen Euro stellt die Staatsregierung dieses Jahr für das Modellprogramm an 40 Standorten zur Verfügung, das bereits am Montag starten soll. Neben zertifizierten Anbietern will der Freistaat auch Ehrenamtliche unterstützen, die solche Deutschkurse schon länger anbieten.

Die Kurse sind für Asylbewerber in laufenden Verfahren und Geduldete gedacht, die Deutsch lernen wollen. Haderthauer nannte die Sprachkenntnisse in jedem Fall einen Gewinn: „Bei Anerkennung als Flüchtling ermöglicht die Kenntnis der Sprache eine raschere Integration. Bei Nichtanerkennung und Rückkehr in das Heimatland verbessern sich dort die beruflichen Perspektiven.“ Entwickelt wurde das Programm mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. In Zukunft könne es bundesweiter Standard werden, sagte die Ministerin. Außerdem solle sich künftig auch der Bund finanziell beteiligen.

Das Modellprojekt passt zur neuen Asylpolitik der CSU, die nach dem Hungerstreik von Flüchtlingen in München von jahrelang verteidigten Grundsätzen abgerückt war. So hatte Haderthauer etwa beim äußerst strittigen Thema der Essenspakete Entgegenkommen zugesagt und versprochen, die Sachleistungen flexibler zu gestalten.

dpa

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