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Eine seiner ersten Amtshandlungen: Mit einer bayerischen Grenzpolizei wird das Land Bayern selbst Grenzkontrollen durchführen können.

Bisher war die Bundespolizei für Grenzkontrollen zuständig

Bayern soll eigene Grenzpolizei bekommen

Die Grenzpolizei soll nach Angaben Söders am Ende 1000 Stellen umfassen - und möglichst auch selber Grenzkontrollen durchführen können.

München - Bayern beginnt unter dem neuen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) mit dem Aufbau einer eigenen, tausend Polizisten umfassenden Grenzpolizei. Die CSU-Landesregierung will laut Söder nun mit dem CSU-Vorsitzenden und Bundesinnenminister Horst Seehofer über den Umfang der Befugnisse der bayerischen Grenzpolizisten verhandeln - der direkte Grenzschutz ist Aufgabe der Bundespolizei. Das Kabinett brachte auch den Aufbau eines eigenen Landesamts für Asyl auf den Weg.

Die Beschlüsse zur inneren Sicherheit und Zuwanderung sind die ersten der am Mittwoch vereidigten neuen bayerischen Landesregierung. Wie Söder sagte, will Bayern seine Personalstärke im Grenzraum zu Österreich und Tschechien verdoppeln. Die Grenzpolizei solle zum 1. Juli ihre Arbeit aufnehmen.

Bis zu 1000 Grenzpolizisten eingeplant

Zunächst werde dies mit 500 bisher etwa im Bereich der Schleierfahndung eingesetzten Polizisten erfolgen, darauf aufbauend solle die Grenzpolizei dann auf tausend Beamte aufgestockt werden. Die Einheit werde mit 150 neuen Dienstwagen, Smartphones, mobilen Dokumentenprüfgeräten, Fingerabdruckscannern, Nachtsichtgeräten und Drohnen auch technisch umfassend ausgerüstet.

Mit Wirkung zum 1. August solle dann ein bayerisches Landesamt für Asyl und Abschiebungen seine Arbeit aufnehmen. Söder erklärte, die Menschen, die in Deutschland bleiben dürfen, sollten "bestmöglich" integriert werden. "Menschen, die kein Recht haben, hier zu bleiben, müssen auch konsequent in ihre Heimatländer zurückgeführt werden." Das in Ingolstadt ansässige Landesamt solle ebenfalls rund tausend Mitarbeiter bekommen.

Konsequentere Abschiebungen geplant

Laut Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) sollen abgelehnte Asylbewerber "zeitnäher und konsequenter" abgeschoben werden. Um die Asylverfahren zu beschleunigen, beschloss das Kabinett eine Verdopplung der für dieses Jahr bereits genehmigten Zahl zusätzlicher Verwaltungsrichter von 50 auf hundert Planstellen.

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AFP

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