+
Joachim Herrmann.

Flüchtlingskrise

Bayern will bei Abschiebungen aufs Tempo drücken

München - Der Freistaat will künftig schneller Abschiebungen vornehmen. Dazu sollen 750 Stellen bei den Ausländerbehörden der Bezirksregierungen geschaffen werden.

Bayern will bei der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber aufs Tempo drücken. Die Zuständigkeiten sollen schrittweise von den Landkreisen auf die Bezirksregierungen übertragen werden, um die Verfahren zu bündeln und zu beschleunigen. Das entschied das Kabinett am Dienstag in München. Dazu sollen 750 Stellen bei den Ausländerbehörden der Bezirksregierungen geschaffen werden, wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mitteilte. Er ordnete zudem an, dass „Aufenthaltsbeendigungen“ durch die Behörden „vorrangig und mit Nachdruck“ betrieben werden sollen.

Vergangene Woche hatte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) seinen Minister Herrmann kritisiert, weil auch Bayern bei den Abschiebungen im Rückstand sei. Herrmann berichtete nun, in diesem Jahr seien bislang 3000 abgelehnte Asylbewerber abgeschoben worden. 9000 seien freiwillig ausgereist.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Experte über neue EU-Verordnung: „Datenschutz wird zur Chefsache“
München - Internet-Nutzer profitieren von der EU-Datenschutzverordnung, die im Mai 2018 in Kraft tritt, sagt Peter Schaar (Grüne). Der ehemalige Bundesbeauftragte für …
Experte über neue EU-Verordnung: „Datenschutz wird zur Chefsache“
26 abgelehnte Asylbewerber in Kabul gelandet
Kabul - Aller Kritik von Hilfsorganisationen zum Trotz: Zum zweiten Mal sind mehrere abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan abgeschoben worden.
26 abgelehnte Asylbewerber in Kabul gelandet
AfD-Chefin Petry: Parteiausschluss von Höcke nicht vom Tisch
Dresden (dpa) - Ein Parteiausschluss des Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke ist laut Parteichefin Frauke Petry noch nicht vom Tisch. Die vom Bundesvorstand …
AfD-Chefin Petry: Parteiausschluss von Höcke nicht vom Tisch
Wahltrend: CDU verliert, AfD legt zu, SPD stagniert
Berlin -  Eine neue Umfrage zeigt, dass vieles gleich bleibt in der deutschen Politik. Einiges wird sich aber auch ändern, vor allem wegen der AfD.
Wahltrend: CDU verliert, AfD legt zu, SPD stagniert

Kommentare