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Ein Modell des Elektroautos BMW i3 wird an einer Stromtankstelle aufgeladen.

Im Freistaat

Bayern will Ladestationen an allen Autobahnen

Nürnberg - Fahrer von Elektro-Autos sollen künftig an allen bayerischen Autobahnen ihre leeren Akkus auftanken können.

Insgesamt sollen in den kommenden Jahren an 70 Standorten entlang des bayerischen Autobahnnetzes sogenannte Schnellladestationen entstehen, kündigte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwochabend in Nürnberg an. „Wir wollen die Langstreckenmobilität für Elektrofahrzeuge durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur in ganz Bayern ermöglichen“, sagte Herrmann bei der Freigabe von acht Schnellladesäulen entlang der A9 zwischen München und Berlin.

Seit Mittwoch können dort leere Akkus von Elektro-Autos innerhalb von einer halben Stunde aufgeladen werden. In den ersten vier Wochen ist das Aufladen umsonst. Aufgebaut hat das System ein Firmenkonsortium von BMW, E.ON und Siemens mit Zuschüssen des Bundes sowie aus Bayern und Sachsen.

Die Ladesäulen befinden sich allerdings nicht auf leicht anzufahrenden Autobahnraststätten, sondern in Orten beiderseits der Autobahn - und zwar in Schweitenkirchen, Ingolstadt, Lauf, Himmelkron, Selbitz, Hermsdorf, Schkeuditz und Dessau. Nach Angaben der Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär (CSU), sollen die bei dem Pilotprojekt gewonnenen Erfahrungen für den weiteren Ausbau von Ladestationen genutzt werden. Herrmann und Bär waren sich einig, dass Elektro-Autos auch in Zukunft vorrangig im Stadtverkehr eingesetzt werden. Dennoch müsse es auch möglich sein, damit längere Strecken zurückzulegen.

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dpa

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