+
Finanzminister Albert Füracker bei der Vereidigung des bayerischen Kabinetts

Neue Schätzungen

Bayern zahlt mehr im Finanzausgleich - Minister will „bayerisches Geld“ investieren

Bayerns Anteil am Länderausgleich steigt im ersten Quartal weiter. Finanzminister Füracker will ab 2020 mehr „bayerisches Geld“ in Bayern investieren.

München - Aus Bayern fließt immer mehr Geld in den Länderfinanzausgleich. Nach aktuellen Schätzungen zur Steuerentwicklung der Länder im ersten Quartal 2018 stieg der Anteil um 1,2 Prozent auf rund 1,48 Milliarden Euro. Das Gesamtvolumen des Finanzausgleichs betrug demnach in den ersten drei Monaten des Jahres rund 2,97 Milliarden Euro.

„Die aktuellen Zahlen unterstreichen einmal mehr, warum die Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen ab dem Jahr 2020 der einzig richtige Weg ist“, sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) am Freitag. Seit zehn Jahren sei Bayern mit Abstand größter Einzahler, 2017 brachte der Freistaat knapp 5,9 Milliarden Euro auf. Insgesamt betrug das Volumen des zwischen armen und reichen Ländern umverteilten Geldes im Jahr 2017 die Rekordsumme von 11,2 Milliarden Euro.

Füracker will „bayerisches Geld“ für Investitionen behalten

Weitere Geberländer waren Baden-Württemberg (2,8 Milliarden), Hessen (2,5 Milliarden) und Hamburg (40 Millionen Euro). Größter Profiteur war 2017 erneut Berlin mit 4,2 Milliarden Euro. Hintergrund der Umverteilung sind Unterschiede in der Finanzkraft der Länder, insbesondere zwischen Ost und West.

Die geltenden Regelungen des Finanzausgleichs laufen 2019 aus. „Durch die Neuordnung wird Bayern ab dem Jahr 2020 in einer Größenordnung von rund 1,3 Milliarden Euro jährlich entlastet - bayerisches Geld, das wir in Bayern gut investieren können“, betonte Füracker.

Lesen Sie auch: Söders Überraschungs-Kabinett steht: Drei Minister fliegen - Superministerium für Aigner

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Europaparlament sagt Ja zu neuem Urheberrecht mit Artikel 13
Seit Wochen haben Gegner und Befürworter der Copyright-Reform auf diesen Tag hingefiebert. Nun hat das Europaparlament abgestimmt. Die Lager bleiben gespalten. Und die …
Europaparlament sagt Ja zu neuem Urheberrecht mit Artikel 13
Brexit-Chaos: Gerüchteküche brodelt um Theresa May - Rücktritt noch heute?
Das Unterhaus berät am Mittwoch über Alternativen zum Brexit. Am selben Tag wird Theresa May vor einem Tory-Komitee sprechen. Die Gerüchte über einen Rücktritt häufen …
Brexit-Chaos: Gerüchteküche brodelt um Theresa May - Rücktritt noch heute?
Heirat für Papiere - 400 Verdachtsfälle pro Jahr
Berlin (dpa) - Deutsche Behörden haben in den vergangenen Jahren jährlich etwa 400 Verdachtsfälle von Scheinehen aufgedeckt. Ziel war es dabei, einem Ausländer ein Visum …
Heirat für Papiere - 400 Verdachtsfälle pro Jahr
Spahn für Masern-Impfpflicht in Kitas und Schulen
Düsseldorf (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für eine Masern-Impfpflicht in Kitas und Schulen ausgesprochen. "Aus meiner Sicht macht es bei …
Spahn für Masern-Impfpflicht in Kitas und Schulen

Kommentare