BayernLB: Seehofer fordert Handeln von Berlin und Wien

München - Im Streit um die Milliardenlasten der BayernLB in Österreich fordert Ministerpräsident Horst Seehofer die Regierungen in Berlin und Wien zum Handeln auf.

“Beide Bundesregierungen sollten sich einschalten“, sagte Seehofer der Deutschen Presse-Agentur dpa. Anlass ist die Klagenfurter Hypo Alpe Adria, die dringend mehr als eine Milliarde Euro frisches Kapital benötigt. Bayern hat mit Kaufpreis und zwei vorangegangenen Kapitalerhöhungen bereits mehr als zwei Milliarden Euro in die Bank gesteckt. Inzwischen weigert sich Bayern, noch mehr Geld in die Bank zu stecken - doch die Wiener Bundesregierung und die Kärntner Landesregierung wollen auch nicht zahlen. Die deutsche Bundesregierung habe sich bereits bei der WestLB, der Hypo Real Estate und anderen Banken engagiert, sagte Seehofer. “Darum sollte sie das auch in diesem Fall tun“. Die Hauptaufgabe sieht Seehofer aber in Wien: “Es handelt sich bei der Hypo Alpe Adria um eine systemrelevante Bank in Österreich, nicht in Deutschland. Deshalb geht es hier vor allem um die Verantwortung der österreichischen Regierung. Man kann nicht einfach sagen, das ist eine bayerische Angelegenheit. Das bedarf jetzt eines ganz klaren Kurses.“ Die Hypo Alpe Adria ist zur großen Last für die Mutter BayernLB geworden, die wegen des Österreich-Debakels nun ihrerseits einen Milliardenverlust in diesem Jahr erwartet. 

dpa

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