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Barbara Lochbihler ist Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen.

Kandidaten für die Europawahl

Vier Grüne aus Bayern wollen nach Straßburg

München – Barbara Lochbihlers Leib- und Magenthema ist die Menschenrechts- und Flüchtlingspolitik. Und so war die EU-Abgeordnete und Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen auf harte Monate eingestellt.

„Ich hatte erwartet, dass ich es mit dem Thema Flüchtlinge bei der Bevölkerung im Wahlkampf nicht leicht haben werde“, sagt sie. Doch das Gegenteil habe sich erwiesen. „Die Menschen sind bereit, sich auf Flüchtlinge einzulassen.“

Lochbihler sitzt seit 2009 im EU-Parlament und leitete zuletzt den Ausschuss für Menschenrechte. Auch künftig will sich die 55-jährige Ostallgäuerin, die zehn Jahre lang Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International war, für Menschenrechte starkmachen. Sie wünscht sich ein offenes Europa – offen an den Außengrenzen, genau wie an den innereuropäischen.

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Lochbihler aus Listenplatz fünf

Lochbihler steht auf Listenplatz fünf und hat damit gute Chancen, auch die kommende Legislaturperiode in Brüssel und Straßburg zu verbringen. Umfragen sehen die Grünen bei rund zehn Prozent, was in etwa zehn Sitzen entspräche. 2009 waren es 12,1 Prozent. Neben Lochbihler bewerben sich drei weitere Kandidaten aus dem Freistaat um den Einzug ins EU-Parlament – allerdings auf Listenplätzen jenseits der 20.

Damit ist schon jetzt klar: Für die bayerischen Grünen wird die Wahl ein Minusgeschäft. Denn bislang hatte der Landesverband neben Lochbihler einen zweiten Vertreter in Brüssel: Gerald Häfner. Doch der Münchner (57) tritt nicht mehr an. In Parteikreisen heißt es, man sei mit seiner Präsenz nicht restlos zufrieden gewesen. Häfner verzichtete schließlich freiwillig.

Marie-Christine Fischer

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