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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kommt zur Sondierungsrunde ins Adenauerhaus in Berlin.

Flüchtlingspolitik

Bayerns Innenminister Herrmann: Beschränkung von Familiennachzug soll bleiben

Vor der Jamaika-Runde zu Asyl hat sich Bayerns Innenminister Herrmann gegen einen Familiennachzug bei Flüchtlingen mit eingeschränktem Schutzstatus ausgesprochen.

Vor der Jamaika-Sondierungsrunde zu Flucht und Asyl hat sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erneut gegen einen Familiennachzug bei Menschen mit eingeschränktem Schutzstatus ausgesprochen. Es handele sich um Menschen, die nur vorübergehend Schutz suchen etwa vor einem Bürgerkrieg und nach dem Ende des Krieges wieder zurück müssten, sagte Herrmann am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. „Jemand, der sowieso in Bälde zurück muss, braucht keinen Familiennachzug“, sagte der CSU-Politiker.

Die große Koalition hatte den Familiennachzug bei Menschen mit eingeschränktem Schutzstatus - subsidiär Geschützte - für zwei Jahre ausgesetzt: bis März 2018. Die Union will die Beschränkung nun über das Datum hinaus verlängern. Nach dem Willen der Grünen soll der Familiennachzug dagegen künftig wieder uneingeschränkt möglich sein.

Ein Syrer hatte kürzlich in der Talkshow von Sandra Maischberger seine Situation geschildert: Er sei in dem Glauben nach Deutschland geflohen, er könne Frau und Kind bald nachholen, nun hat er sie fast zwei Jahre lang nicht gesehen.

Herrmann äußerte sich skeptisch über die Chancen einer raschen Einigung bei den Jamaika-Gesprächen. „Ob es da heute schon eine Verständigung geben wird, wage ich zu bezweifeln“, sagte er.

dpa

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