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Markus Söder.

Mit Schal beim „Club“ in Nürnberg

Söder sagt Jüdischem Museum ab - und guckt stattdessen Fußball

Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sorgt wieder einmal für Aufsehen. Anstatt den Erweiterungsbau des Jüdischen Museums in Franken zu feiern ging er lieber einer anderen Beschäftigung nach.

Nürnberg - Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat lieber im Stadion mit dem „Club“ den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga gefeiert, als den Erweiterungsbau des Jüdischen Museums Franken zu eröffnen. Er ließ sich am Sonntagnachmittag als Redner beim Festakt des Museums in Fürth entschuldigen - und veröffentlichte etwa zeitgleich ein Video im sozialen Netzwerk Instagram, das ihn mit einem Fanschal im Stadion des 1. FC Nürnberg zeigt. „Heute ist ein besonderer Tag. Der Club ist aufgestiegen und jetzt kommt es darauf an, ob er auch noch Meister wird, was echt toll wäre“, sagt Söder in dem Video. „Ich bin seit meiner Kindheit ein „Club“-Fan, heute wieder im Stadion und ich kann nur sagen, die Legende lebt.“

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Eine Sprecherin der Staatskanzlei teilte mit, die jüdische Kultur in Bayern liege dem Ministerpräsidenten ganz besonders am Herzen. Er nehme „auch ganz bewusst viele Termine zum jüdischen Leben und Gedenken persönlich wahr“. Terminkollisionen seien leider nicht immer gänzlich auszuschließen. Die Eröffnung des Museumsneubaus in Fürth nahm stellvertretend Kultusminister Bernd Sibler (CSU) wahr. Das Video von Markus Söder ist mittlerweile nicht mehr auf der Plattform zu sehen, dafür hat der Ministerpräsident obiges Foto mit Gratulationen an den 1. FC Nürnberg hochgeladen: „Nie mehr zweite Liga...Gratulation zum Aufstieg!“

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dpa

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