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Trumps erste UN-Rede sorgt weiterhin für Kritik.

Heftige Kritik an Rede bei UN

Angriffe auf Iran: BDI-Chef warnt Trump vor Schwarz-Weiß-Malerei

Der Präsident des Bundes der Deutschen Industrie, Dieter Kempf, hat die Drohungen gegen den Iran von US-Präsident Donald Trump in dessen Rede vor der UN kritisiert. Demnach sei eine mögliche Aufkündigung des gemeinsamen Atomabkommens eine Gefahr für die deutsche Industrie.

Brüssel - Die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen das Atomabkommen mit dem Iran stoßen beim Bundesverband der Deutschen Industrie auf deutliche Kritik. „Statt Schwarz-Weiß-Malerei, die bestimmte Staaten zu Schurkenstaaten erklärt, halte ich eine differenziertere Betrachtungsweise für erfolgversprechender“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. „Und das verkennt der amerikanische Präsident gänzlich.“

Kempf warnte dringend vor der Aufkündigung des 2015 geschlossenen Vertrags, der den Iran vom Bau einer Atombombe abhalten soll. „Die Staatengemeinschaft sollte an diesem Abkommen unbedingt festhalten“, sagte er. Teil der Vereinbarung war die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik. Die deutsche Wirtschaft setzt seither auf neue Geschäftsbeziehungen in das Land.

„Es besteht die Gefahr, dass der deutschen Industrie große Chancen in der Region entgehen, wenn das Abkommen nicht mehr gilt“, sagte Kempf. „Ich glaube nicht, dass eine wirtschaftliche Isolation des Iran die Sicherheitslage insgesamt stabilisiert.“

Zuvor hatte bereits der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vor einem Ende des Vertrags gewarnt. Trump hatte in seiner ersten Rede vor der UN-Vollversammlung nahegelegt, dass er das Atomabkommen mit Iran aufkündigen könnte. Trump muss dem US-Kongress bis 15. Oktober mitteilen, ob sich der Iran an das Abkommen hält und dieses weiter im Interesse der USA liege.

dpa

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