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Beckstein: Buß- und Bettag wieder zum gesetzlichen Feiertag machen

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Bamberg - Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) sieht Chancen, den Buß- und Bettag wieder zum gesetzlichen Feiertag zu machen. Eine bundeseinheitliche Lösung werde aber wohl nicht durchsetzbar sein, sagte Beckstein am Montag zum Auftakt der Landessynode der evangelischen Kirche in Bamberg.

Er wolle sich bei Verhandlungen mit seinen Ministerpräsidenten-Kollegen für eine Länderöffnungsklausel einsetzen, die individuelle Regelungen auf Landesebene erlaube.

Allerdings müsse auch überlegt, wie sich ein arbeitsfreier Buß- und Bettag finanzieren lasse. Vorstellbar sei, dass Beschäftigte für einen solchen zusätzlichen Feiertag auf einen Urlaubstag verzichteten oder an anderen Tagen Überstunden leisteten. Er wisse aber auch, dass eine solche Regelung in der Bevölkerung auf keine allzu große Begeisterung stoßen werde.

Der Buß- und Bettag war im Jahr 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung abgeschafft worden. Beckstein kündigte an, er persönlich werde sich bemühen, diesen Tag von vermeidbaren Regierungsgeschäften frei zu halten. Der Ministerpräsident ist bekennender Protestant und seit vielen Jahren Mitglied der evangelischen Landessynode in Bayern.

Der Ministerpräsident kritisierte zugleich die in Berlin geplante Ladenöffnung an den vier Adventssonntagen. Der christliche Hintergrund von Advent und Weihnachten drohe immer mehr in den Hintergrund zu geraten, warnte Beckstein. "Spätestens am ersten Adventswochenende bricht die Einkaufsschlacht los." Die Klage der beiden großen christlichen Kirchen in Berlin gegen den verkaufsoffenen Sonntag begleite er mit Sympathie, sagte Beckstein. In Bayern werde es eine solche Aufweichung des Ladenschlussgesetzes nicht geben, unterstrich er.

dpa

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