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In Belgien wurde die zweithöchste Terrorwarnstufe ausgerufen.

Kein Zusammenhang mit Belgien

Terror-Spur: Festnahmen in Athen falsche Fährte?

Brüssel/Athen - Festnahmen in Griechenland helfen den belgischen Behörden bei der Suche nach Terror-Hintermännern nicht. Die Jagd nach einem mutmaßlichen Kopf der enttarnten Extremistenzelle geht weiter.

Bei der Suche nach möglichen Hintermännern des in Belgien vereitelten Terroranschlags haben sich Festnahmen in Griechenland als falsche Fährte entpuppt. Ein Sprecher der belgischen Staatsanwaltschaft sagte am späten Samstagabend, beide Fälle hätten nichts miteinander zu tun. Dies habe eine Prüfung der Ermittlungsergebnisse in dem südeuropäischen Land ergeben. In griechischen Medienberichten hatte es zuvor geheißen, unter den vier festgenommenen mutmaßlichen islamistischen Extremisten sei auch der Anführer der im Osten Belgiens enttarnten vermeintlichen Terrorzelle. Die griechische Polizei wollte sich erst nach Abschluss der Ermittlungen äußern.

In Belgien herrscht Alarmzustand, seitdem die Polizei nach eigenen Angaben einen größeren Anschlag von Islamisten auf Polizisten vereitelt hat. Bei einem Anti-Terror-Einsatz im ostbelgischen Verviers waren am Donnerstag zwei gesuchte Extremisten ums Leben gekommen

Am Samstag nahm die belgische Polizei drei weitere Terrorverdächtige in Gewahrsam. In Brüssel bewachten sechs Soldaten das Jüdische Museum, wo ein Attentäter vergangenen Mai vier Menschen ermordet hatte. Militär unterstützte die Polizei auch in Antwerpen. Die Regierung hatte angekündigt, bis zu 300 Soldaten in den großen Städten einzusetzen. Unter dem Eindruck der Bedrohung wurde ein Zwölf-Punkte-Plan zum Kampf gegen Terrorismus und Radikalismus auf den Weg gebracht. Die Behörden riefen die zweithöchste Terrorwarnstufe für das Land aus.

Belgien erbittet griechische Amtshilfe

Griechischen Medienberichten zufolge soll es sich bei einem der in dem Land Festgenommenen um den 27-jährigen mutmaßlichen Anführer der Terrorzelle aus Verviers handeln. Der aus Marokko stammende Extremist Abdelhamid A., der seinen Wohnsitz in Brüssel hatte, war demnach zum Kampf für die Terrormiliz Islamischer Staat nach Syrien aufgebrochen. Wie die griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA meldete, wurde der Mann von einer Anti-Terror-Einheit der Polizei in Athen gestellt.

Aus dem Polizeihauptquartier in Athen hieß es auf Anfrage, bereits am Abend des Polizeieinsatzes in Verviers sei ein Amtshilfeersuchen der belgischen Polizei eingegangen sei. Seither seien Personen sowie Informationen überprüft worden. Eine offizielle Mitteilung werde es erst nach Ende der Ermittlungen geben.

dpa

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