+
Bilder vom Anschlagsort: Durch die Explosion waren auch Fahrzeuge und sogar Gebäude zerstört worden.

Mit Sprengstoff beladener Lkw war explodiert

Anschlag in Mogadischu: Laut Kommission mehr als 500 Tote

Bei einem Anschlag in Mogadischu vor mehreren Wochen sind offenbar weit mehr Menschen ums Leben gekommen, als zunächst gedacht. Eine Kommission spricht von 500 Toten.

Mogadischu - Die Zahl der Opfer des tödlichsten Bombenanschlags in der Geschichte Somalias hat sich dramatisch erhöht. Mehr als 500 Menschen starben Mitte Oktober bei dem Attentat in der Hauptstadt Mogadischu, wie eine Untersuchungskommission am Samstag bekanntgab. Zuletzt war von 358 Toten die Rede gewesen. 295 Menschen wurden den neuen Angaben zufolge verletzt. In etwa 70 Fällen sei das Schicksal von Vermissten noch unklar.

Am 14. Oktober war ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen auf einer stark befahrenen Kreuzung eines Geschäftsviertels in Mogadischu detoniert. Durch die Wucht der Explosion wurden mehrere Gebäude zerstört oder schwer beschädigt.

Nach Anschlag in Mogadischu: Merkel zeigt sich entsetzt

Islamistische Shebab-Miliz verantwortlich?

Zu dem Anschlag bekannte sich niemand. Die Regierung macht die islamistische Shebab-Miliz dafür verantwortlich. Die mit Al-Kaida verbündete Miliz kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats.

Truppen der Afrikanischen Union (AU) und Einheiten der somalischen Armee hatten die Shebab-Miliz 2011 aus Mogadischu vertrieben. Die bewaffneten Rebellen sind aber weiterhin im Land aktiv. Neben Angriffen auf somalische oder ausländische Militärstützpunkte verüben sie immer wieder auch Anschläge in Mogadischu.

Das könnte Sie auch interessieren

US-Luftangriff tötet mehr als 100 islamistische Kämpfer

US-Streitkräfte greifen IS erstmals in Somalia an

25 Tote nach Islamistenangriff in Somalia - Hotelbelagerung beendet

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Peking sucht Unterstützung gegen Protektionismus der USA
Handelsspannungen, Territorialstreitigkeiten und das Drama um die Rohingya-Flüchtlinge überschatten den Asean-Gipfel in Singapur. Kann China mit Unterstützung seiner …
Peking sucht Unterstützung gegen Protektionismus der USA
Bericht über riesige illegale Summe an AfD: War der Spender doch ein anderer?
2017 zog die AfD mit satten 12,6 Prozent in den Bundestag ein und wurde drittstärkste Kraft. Doch auf den Erfolg könnte sich nun ein Schatten legen. Eine Großspende aus …
Bericht über riesige illegale Summe an AfD: War der Spender doch ein anderer?
Dobrindt zufrieden mit Seehofers Rückzugsankündigung
Horst Seehofer hat es nicht eilig mit den Rücktritten. Aber in der CSU brodelt es. CSU-Landesgruppenchef Dobrindt findet schon mal lobende Abschiedsworte für den …
Dobrindt zufrieden mit Seehofers Rückzugsankündigung
UN-Migrationspakt in der Kritik: Ein weiterer EU-Staat zieht sich zurück
Die USA, Ungarn und Österreich wollen den UN-Migrationspakt nicht unterschreiben. Ein EU-Land tut es ihnen nun gleich.
UN-Migrationspakt in der Kritik: Ein weiterer EU-Staat zieht sich zurück

Kommentare