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v.l.: Renate Künast, Klaus von Dohnanyi, Sandra Maischberger, Giovanni di Lorenzo, Frauke Petry und Gregor Gysi.

TV-Talk in ARD

Bei „Maischberger“: Frauke Petry verrät, was sie gewählt hat

Der „Maischberger“-Talk am Mittwochabend stand ganz im Zeichen der Bundestagswahl. Während Noch-AfD-Chefin Petry verriet, welche Partei sie gewählt hat, forderte ein SPD-Mitglied den Rücktritt von Martin Schulz.

Berlin - Am Mittwochabend begrüßte Moderatorin Sandra Maischberger in ihrer Talkshow die Noch-AfD-Chefin Frauke Petry, den ehemaligen Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi, Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, den ehemaligen Linken-Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi sowie die Grünen-Politikerin Renate Künast. CSU-Mann Markus Söder wurde zugeschaltet. Thema der Sendung: „Wutwahl gegen Merkel & Co.: Haben die Volksparteien ausgedient?“

Für Frauke Petry war es der erste TV-Auftritt nach ihrer Ankündigung, die AfD verlassen zu wollen. Ungeachtet ihrer Unzufriedenheit mit dem Kurs der Partei hat die 42-Jährige bei der Bundestagswahl für die Alternative für Deutschland gestimmt. „Ja, das habe ich, weil ich nach wie vor glaube, dass es dringend notwendig war, dass eine Oppositionspartei in den Bundestag einzieht und dort für eine vernünftige Kontroverse sorgt“, sagte Petry. Nach ihrer Einschätzung war dies auch der Grund, warum viele Bürger nicht für die großen Parteien stimmten.

Diese notwendige Kontroverse habe in den vergangenen Jahren nicht in ausreichendem Maße stattgefunden. CDU und SPD seien in vielen Punkten nicht mehr zu unterscheiden gewesen, so Petry.

„Er wäre ja auch schön blöd, wenn er das sagen würde“

Auch die historische Pleite der CSU bei der Bundestagswahl wurde bei „Maischberger“ angesprochen. Allerdings wollte sich der bayerische Finanzminister Markus Söder nicht dazu äußern, ob er die Nachfolge von Horst Seehofer anstrebe. „Er wäre ja auch schön blöd, wenn er das sagen würde“, sagte Giovanni di Lorenzo. Stattdessen wich Söder der Frage aus und kam auf die üblichen CSU-Thesen zu sprechen: Die Zuwanderung im Stadtbild und die Obergrenze.

CSU-Chef Seehofer wurde zuletzt für das Desaster am vergangenen Sonntag verantwortlich gemacht, die ersten Rücktrittsforderungen ließen nicht lange auf sich warten.

Dohnanyi: SPD-Chef Schulz sollte zurücktreten

Nach dem Debakel bei der Bundestagswahl hat Hamburgs früherer Bürgermeister Klaus von Dohnanyi SPD-Chef Martin Schulz zum Rücktritt aufgerufen. Die SPD müsse erkennen, dass sie mit einem Mann wie Martin Schulz nicht in der Lage sein werde, einen Aufbruch zu organisieren, sagte der 89-Jährige. „Er sollte zurücktreten.“

Schulz hatte bei der Bundestagswahl am Sonntag das schlechteste Ergebnis der SPD nach dem Zweiten Weltkrieg eingefahren. Von Dohnanyi, selbst SPD-Mitglied, hatte ihn bereits vor der Abstimmung kritisiert.

Auch FDP-Mann Wolfgang Kubicki schoss vor wenigen Tagen scharf gegen den SPD-Chef.

Alle Infos rund um die Bundestagswahl 2017 gibt es in unserem News-Ticker.

mm/dpa

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