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US-Präsident denkt an Anschlag

Explosion in Beirut: Donald Trump vermutet „Angriff“ durch eine „Bombe“ - US-Verteidigungsminister rudert scharf zurück

Beirut ist nach einer gewaltigen Explosion im Schockzustand. US-Präsident Donald Trump vermutet einen Anschlag hinter der Detonation und spricht von einer „Bombe“. 

  • In Beirut kam es am Dienstag zu einer gewaltigen Explosion im Hafenviertel.
  • Die Detonation verursachte immense Zerstörung.
  • Tausende Menschen wurden verletzt, um die 100 Menschen sind ums Leben gekommen.
  • US-Präsident Donald Trump vermutet einen Anschlag. Sein Verteidigungsminister ist anderer Ansicht (siehe Update vom 5. August, 21.08 Uhr)

US-Verteidigungsminister spricht nach Explosion im Libanon von Unfall

Update vom 5. August, 21.08 Uhr: Die verheerende Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist nach Einschätzung von US-Verteidigungsminister Mark Esper ein Unfall gewesen. Die verfügbaren Informationen erlaubten noch kein abschließendes Bild, die „meisten“ Quellen gingen aber von einem Unfall aus, sagte Esper am Mittwoch. „Es ist natürlich eine Tragödie.“ Die US-Regierung sei im Gespräch mit dem Libanon, um zu sehen, wie die USA helfen könnten, sagte Esper per Video beim Aspen-Forum für Sicherheitspolitik.

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf seine „Generäle“ erklärt, es habe sich vermutlich um einen Anschlag gehandelt. Seine Berater „scheinen zu denken, dass es ein Anschlag war, dass es eine Art von Bombe war“, sagte Trump im Weißen Haus. Trumps Bemerkung sorgte für Irritationen, weil er damit auch den Angaben der libanesischen Behörden widersprach.

Explosion in Beirut: Donald Trump vermutet „Angriff“ durch eine „Bombe“

Washington - Nach der verheerenden Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut meldet sich auch US-Präsident Donald Trump zu Wort. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus bezeichnete er die Geschehnisse am Dienstagabend als mutmaßlichen „Angriff“ mit einer „Art von Bombe“. Die USA seien bereit, dem Libanon zu helfen, versicherte Trump außerdem während der Pressekonferenz.

Auf Nachfrage gibt Trump an, dass seine Generäle angesichts der Geschehnisse nicht von einem Unfall ausgingen. „Ich habe einige unserer großartigen Generäle getroffen, und sie schienen das Gefühl zu haben, dass es das (ein Angriff) war“, führte der US-Präsident aus. In seiner Begründung blieb Trump sehr vage: „Das war, es scheint ihnen zufolge zu sein - und sie wissen es besser als ich - aber sie scheinen zu glauben, dass es ein Angriff war.“ Konkrete Belege, um seine Aussage zu untermauern, lieferte Trump nicht.

Beirut-Explosion: Donald Trump vermutet Bombe

Bei der gewaltigen Explosion in Beirut waren am Dienstag Tausende Menschen verletzt worden, Dutzende Personen sind bei der Detonation ums Leben gekommen. Unter den Verletzten sind auch Mitarbeiter der deutschen Botschaft. Die Hintergründe blieben zunächst unklar. Hinweise auf einen Anschlag oder einen politischen Hintergrund gab es gegensätzlich zu Trumps Aussagen zunächst nicht. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums wollte die Äußerungen des Präsidenten auf Anfrage zunächst nicht kommentieren.

Der libanesische Regierungschef Hasan Diab sagte nach Angaben eines Sprechers, 2750 Tonnen Ammoniumnitrat seien der Ursache für die Detonationen. Das hochexplosive Material ist ein Salz das sich aus Ammoniak und Salpetersäure bildet. Üblicherweise wird es zur Herstellung von Düngemitteln oder Sprengstoffen verwendet.

Explosion in Beirut: Mögliche Ursache der gewaltigen Detonation

Das Ammoniumnitrat war laut Angaben des Regierungschefs wohl seit sechs Jahren ohne Vorsichtsmaßnahmen in einem Lagergebäude im Hafenviertel der Hauptstadt gelagert worden. Die Zersetzung des Stoffs führt bei höheren Temperaturen zu Detonationen. Der Hergang der Explosionen ist aber noch nicht umfassend geklärt.

Wir haben mit Augenzeugen der Katastrophe gesprochen. Darunter ein Deutscher, der die Katastrophe hautnah erlebte.(mam mit dpa/afp)

Rubriklistenbild: © Alex Brandon/dpa

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