Fukushima-Jahrestag

SPD bekräftigt Energiekritik an CSU

München - Zum dritten Jahrestag des Atomunglücks von Fukushima hat die Landtags-SPD der CSU Versagen in der Energiewende vorgeworfen.

Vor drei Jahren habe die CSU den Aufbruch Bayerns in ein neues Zeitalter der erneuerbaren Energien ausgerufen, sagte die energiepolitische Sprecherin Natascha Kohnen am Dienstag in München. „Dann begann die Zeit der Kapriolen, des Chaos, der Spontanität.“ Sie warf der CSU und deren Parteichef Horst Seehofer in der Diskussion um neue Stromtrassen „hochgradige Irreführung“ der bayerischen Bevölkerung vor.

Bayern beziehe nach wie vor 47 Prozent seines Stroms aus Atomkraftwerken und sei zur Deckung des Bedarfs auf neue Leitungen angewiesen. „Alleine wird Bayern es nicht schaffen können.“ Das von der Staatsregierung angekündigte Trassenmoratorium hält sie angesichts der vielen ungeklärten Fragen beim Atomausstieg für schädlich: „Ein halbes Jahr Nichtstun kann sich niemand in Bayern leisten“, sagte sie.

Kohnen plädierte deswegen für einen „Alpenverbund“ in der Stromversorgung mit Österreich und der Schweiz. Die SPD-Politikerin verlangte von Seehofer außerdem, auf die geplanten größeren Mindestabstände von Windrädern zu Wohnhäusern zu verzichten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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