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Verstimmung zwischen Belgien und Frankreich

Zwei Polizisten am Steuer von Flüchtlingswagen gestoppt

Paris - Weil zwei belgische Polizisten in Frankreich am Steuer eines Wagens voller Flüchtlinge aufgegriffen wurden, gibt es zwischen beiden Ländern diplomatische Verstimmungen.

Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve bestellte den belgischen Botschafter in Paris ein, wie AFP am Donnerstag aus dem Ministerium erfuhr. Cazeneuve habe eine Klarstellung zu dem Vorfall verlangt.

Am Dienstagabend waren die beiden Polizisten im nordfranzösischen Nieppe nahe der belgischen Grenze von der französischen Polizei gestoppt worden. In ihrem Fahrzeug befanden sich 13 Flüchtlinge. Die belgischen Polizisten wurden daraufhin von ihren französischen Kollegen in Gewahrsam genommen und verhört.

Der belgische Fernsehsender RTBF berichtete unter Berufung auf die Polizei, die Flüchtlinge seien im nordfranzösischen Calais in einen Transporter gestiegen - im Glauben, er führe nach Großbritannien. In Wahrheit sei der Wagen aber Richtung Belgien gefahren. Dort habe ihn die Polizei aufgegriffen und die Flüchtlinge verhört.

Die belgischen Sicherheitskräfte hätten dann beschlossen, die Flüchtlinge in Richtung der Grenze zu Frankreich zu bringen. Dabei seien die Polizisten aber bis auf französisches Territorium gefahren.

Der belgische Kommissar Georges Aeck sagte dem Sender RTBF zur Begründung, man habe die Menschen "in die Richtung gebracht, in die sie wollten". Ein Sprecher der belgischen Polizeigewerkschaft erhob schwere Vorwürfe gegen die französischen Kollegen. Diese hätten den belgischen Polizisten Handschellen angelegt, ihnen die Waffen abgenommen und sich über sie lustig gemacht. Das bestreiten die französischen Behörden.

Die zuständige Präfektur im nordfranzösischen Lille äußerte die Hoffnung, "die guten Beziehungen und die bestehende Zusammenarbeit vor allem im Bereich der Einwanderung" mit Belgien fortsetzen zu können.

AFP

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