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Bei dem Anschlag auf das US-Konsulat in Bengasi waren vier Menschen ums Leben gekommen

Reaktion auf Untersuchungsbericht

Bengasi-Anschlag: Spitzenbeamte treten zurück

Washington - Rund vier Monate nach dem Terroranschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi haben vier Spitzenbeamte des US-Außenministeriums ihren Hut genommen.

Das Außenministerium hatte am Donnerstag schwere Sicherheitsmängel eingeräumt, nachdem ein Untersuchungsbericht ein vernichtendes Urteil über die Vorgänge vom 11. September gefällt hatte. „Wir haben in Bengasi sehr harte und schmerzvolle Lektionen gelernt“, erklärte der stellvertretende Außenminister William Burns am Donnerstag vor einem Senatsausschuss in Washington. „Wir haben bereits Maßnahmen ergriffen. Wir müssen besser werden.“

Vor dem Untersuchungsausschuss sollte auch Chefdiplomatin Hillary Clinton aussagen. Ein Ohnmachtsanfall und eine Gehirnerschütterung hatten die von einem Magen-Darm-Virus geschwächte Außenministerin jedoch gezwungen, die Termine abzusagen.

Nach Angaben aus US-Regierungskreisen legten am Mittwoch unter anderen die für die Sicherheit der Diplomaten und der US-Vertretungen verantwortlichen Spitzenbeamten Eric Boswell und Charlene Lamb sowie der für die Botschaften im Maghreb zuständige Raymond Maxwell ihre Ämter nieder.

Mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen

Außenamtssprecherin Victoria Nuland bestätigte den Rücktritt von vier Mitarbeitern, nannte aber lediglich Boswell namentlich. In dem am Dienstag vorgestellten Bericht war kritisiert worden, dass die Sicherheitsvorkehrungen an dem Konsulat durch Mängel in Management und Führung lückenhaft gewesen und dem Außenministerium schwere Fehler unterlaufen seien. Kongressabgeordnete beider Parteien hatten nach der Vorstellung des Berichts scharfe Kritik am Außenministerium geübt.

Vor allem die Republikaner stritten sich mit Regierungsvertretern darüber, ob die Warnsignale vor einer zunehmend heikleren Sicherheitslage vor Ort ignoriert worden seien. Zudem kam die Frage auf, warum das Außenministerium beim Kongress nicht um Gelder zur Verbesserung der Sicherheit am US-Konsulat in Bengasi gebeten habe.

Der stellvertretende Außenminister Burns übte sich in seiner Aussage am Donnerstag in Selbstkritik. „Wir nahmen fälschlicherweise an, dass wir kein großes Ziel abgeben würden“, erklärte er.

Bei dem Angriff auf das Konsulat wurden am 11. September der US-Botschafter in Libyen und drei weitere Mitarbeiter getötet.

dapd

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