Gespräche gehen am Dienstag weiter

Koalitionsverhandlungen: Schluss nach elf Stunden

Berlin - Die Spitzenvertreter von Union und SPD haben ihre Verhandlungen in kleiner Runde vorerst beendet. Die Gespräche dauerten fast elf Stunden - konkrete Ergebnisse wurde noch nicht bekannt.

Angaben zu Ergebnissen gab es nach den knapp elfstündigen Beratungen über eine große Koalition in der Nacht zum Dienstag von keinem der Beteiligten. Die Gespräche sollen am Dienstagmittag zunächst erneut in der kleinen Runde und am Abend dann in der großen Verhandlungsrunde fortgesetzt werden.

Die sogenannte kleine Runde aus 15 führenden Politikern von Union und SPD war am Montag um 14 Uhr zusammengekommen, um noch offene Fragen mit Blick auf den angestrebten Koalitionsvertrag zu klären. Zwar gibt es bereits zahlreiche Kompromisse, doch finden sich in einem AFP vorliegenden 177 Seiten langen Vertragsentwurf noch viele eckige Klammern, die auf strittige Punkte hinweisen.

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An den Gesprächen nahmen zeitweise auch Fachpolitiker der Parteien teil. Während sich die Parteispitzen zum Abschluss wortkarg zeigten, hatten sich einige von ihnen zuvor vorsichtig optimistisch geäußert. "Es läuft ordentlich, aber noch kein weißer Rauch", sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am Rande der Beratungen in der CDU-Zentrale in Berlin. Von Fortschritten sprach auch der SPD-Innenexperte Thomas Oppermann.

Am Dienstagabend in der großer Runde soll die Schlussberatung über den Koalitionsvertrag erfolgen, der möglichst am Mittwoch fertiggestellt werden soll. Dabei dürfte auch die Zusammensetzung des neuen Bundeskabinetts geklärt werden. Während bei CDU und CSU dann die Parteigremien das Ergebnis bewerten, hat bei der SPD anschließend die Basis in einer Mitgliederbefragung das letzte Wort.

afp

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