+
Weil sie keine gültigen Papiere besitzen, gestaltet sich die Abschiebung der sogenannten Gefährder schwierig. 

Streit um Abschiebepraxis

62 Gefährder müssten offenbar sofort abgeschoben werden

Berlin - In Deutschland leben einem Pressebericht zufolge derzeit 224 Gefährder mit ausländischer Staatsangehörigkeit, von denen 62 sofort abgeschoben werden müssten.

Bei ihnen sei der Asylantrag abgelehnt worden, berichtete die Zeitung "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Die 62 seien ausreisepflichtig, ihre Abschiebung sei aber wegen fehlender gültiger Ausweise oft schwierig. Dem Bundeskriminalamt sind laut "WamS" rund 550 Gefährder bekannt, von denen sich derzeit aber nicht alle in Deutschland aufhalten. 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) forderte eine schärfere Abschiebepraxis bei Gefährdern. "Bei ihnen darf eine Abschiebehaft nicht daran scheitern, dass Ausweise nicht vorliegen", sagte Herrmann der "Welt am Sonntag". In solchen Fällen sei eine wesentlich längere Abschiebehaft als bisher üblich notwendig.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

News-Ticker: Hauptverdächtiger des Terroranschlags von Barcelona ist tot
Die Polizei hat den Hauptverdächtigen des Terroranschlags von Barcelona, Younes Abouyaaquoub, getötet. Das bestätigte sie über Twitter.  Alle Neuigkeiten finden Sie in …
News-Ticker: Hauptverdächtiger des Terroranschlags von Barcelona ist tot
Türkei und Iran beraten Einsatz gegen kurdische Milizen
Die Türkei und der Iran haben nach Angaben von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan Gespräche über einen gemeinsamen Einsatz gegen kurdische Milizen im Irak geführt.
Türkei und Iran beraten Einsatz gegen kurdische Milizen
Jüterbogs Skandal-Bürgermeister schließt Facebook-Seite
Gegen den Bürgermeister von Jüterbog, Arne Raue, läuft seit dem 30. März ein Disziplinarverfahren. Jetzt wird er auf Drängen der Stadtverordneten seine umstrittene …
Jüterbogs Skandal-Bürgermeister schließt Facebook-Seite
Tödliche Transporter-Fahrt in Marseille
An der Bushaltestelle in den Tod gerissen: In kurzem Abstand fährt ein Transporter in Marseille in zwei Wartehäuschen, eine Frau stirbt. Noch sind die Hintergründe nicht …
Tödliche Transporter-Fahrt in Marseille

Kommentare