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Gegen Anis Amri liefen einem Bericht zufolge elf unterschiedliche Verfahren, unter anderem wegen unerlaubter Einreise.  

Elf Verfahren liefen gegen den Attantäter

Bericht: Acht Staatsanwaltschaften ermittelten gegen Amri

Berlin - Nach seiner Ankunft in Deutschland haben einem Medienbericht zufolge mindestens acht Staatsanwaltschaften gegen den Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri ermittelt.

Elf unterschiedliche Verfahren seien gegen den Tunesier geführt worden, berichtete der „Express“ aus Köln am Dienstag. Die Zeitung berief sich auf eine Aufstellung, die Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) nach einer Abfrage aller Bundesländer veranlasste.

Amri wurde demnach unter anderem unerlaubte Einreise, mögliche Beteiligung an einem versuchten Tötungsdelikt und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Ermittlungen habe es bei Staatsanwaltschaften in Arnsberg, Duisburg und Kleve (alle Nordrhein-Westfalen), in Freiburg, Ravensburg und Karlsruhe (alle Baden-Württemberg) sowie der Generalstaatsanwaltschaft und der Staatsanwaltschaft Berlin gegeben. In Hessen werde noch geprüft, ob es sich in zwei weiteren Ermittlungsverfahren um Amri gehandelt hat.

Der abgelehnte Asylbewerber und als islamistischer Gefährder eingestufte Amri hatte am 19. Dezember einen Lkw in einen Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert. Er tötete zwölf Menschen. Amri war in NRW gemeldet, das Land war für seine Abschiebung zuständig. Innenexperten der Union werfen den dortigen Behörden Versäumnisse vor. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) wies dies zurück.

dpa

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