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AfD-Parteichefin Frauke Petry mit ihrem Lebensgefährten Marcus Pretzell beim Bundespresseball 2015.

Offiziell kein konkreter Grund

Bericht: AfD darf nicht zum Bundespresseball

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München - Der Bundespresseball im Berliner Hotel Adlon Kempinski findet ohne Vertreter der AfD statt. Darum sind die AfD-Politiker unerwünscht. 

Die AfD darf beim diesjährigen Bundespresseball am 25. November nicht mittanzen, meldet der "Spiegel" (Samstagausgabe). Einen konkreten Grund nennt Gregor Mayntz, Chef der Bundespressekonferenz, nicht. "Wir müssen jedes Jahr neu entscheiden, wen wir zum Bundespresseball einladen", sagt er dem Nachrichtenmagazin. "In diesem Jahr gehört die AfD zu jenen, die wir nicht eingeladen haben." Dafür dürfe die AfD aber gerne nach den vier Wahlen von 2017 jeweils für eine Pressekonferenz vorbeikommen. Der Journalisten-Verein organisiert den jährlich stattfindenden Bundespresseball, beim dem sich 2.300 Medienmacher und Journalisten in Abendrobe begegnen.

Auch wenn Mayntz keine konkreten Gründe für die Nicht-Einladung der AfD nennt. Für den "Spiegel" liegen diese auf der Hand: "Das Dauerfeuer der Rechtspopulisten auf die 'Lügenpresse' verdarb den Medienleuten die Lust, mit der AfD zu feiern. Im vergangenen Jahr fuhr AfD-Parteichefin Frauke Petry mit ihrem Lebensgefährten Marcus Pretzell direkt vom Ball zum Bundesparteitag in Hannover, wo sie in ihrer Rede der 'Pinocchio-Presse', mit der sie am Vorabend noch gefeiert hatte, die Leviten las."

Ex-ARD-Redakteur und AfD-Bundesvorstand: „Gleicht einer politischen Selektion“

Kritik an der AfD-Aussperrung kommt vom früheren ARD-Redakteur und AfD-Bundesvorstand Armin Paul Hampel (ehemals ARD-Parlamentskorrespondent und Leiter des Südasien-Studios): "Ich beobachte derzeit eine Verhärtung der Fronten", wird er vom "Spiegel" zitiert. "Die Frage, wer zum Presseball eingeladen ist, gleicht einer politischen Selektion." Er sei aber sicher, dass seine ehemaligen Journalisten-Kollegen sich noch "lernfähig" zeigen würden. Parteisprecher Christian Lüth zeigt sich verwundert: "Ich verstehe die Entscheidung nicht, es hat die Jahre zuvor doch immer gut geklappt."

Wie das Nachrichtenmagazin schreibt, dürften viele AfD-Mitglieder mit der "Ball-Abstinenz" ihrer Chefs gar kein Problem haben. "Im vergangenen Jahr hatten viele an der Parteibasis kritisch auf Petrys Ball-Besuch bei der unbeliebten "Lügenpresse" reagiert und dies als Anbiederung abgelehnt."

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