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Die Brückenteilzeit ist ein Projekt der großen Koalition. Das ab 2019 geplante Recht auf Rückkehr von einer Teilzeitstelle in Vollzeit bleibt für die Mehrheit der teilzeitbeschäftigten Mütter aber ohne Wirkung. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Anfrage der Linksfraktion

Bericht: Brückenteilzeit hilft vielen Müttern nicht

Die SPD hatte auf die Brückenteilzeit bestanden, in den Koalitionsvertrag gelangte jedoch dank der Union nur eine abgespeckte Version des Rückkehrrechts. Und diese erreicht die Mehrheit der erwerbstätigen Mütter nicht.

Berlin (dpa) - Das für 2019 geplante Recht auf Rückkehr von einer Teilzeitstelle in Vollzeit bleibt für die Mehrheit der teilzeitbeschäftigten Mütter ohne Wirkung.

Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der "Rheinischen Post" (Samstag) vorliegt. Den Zahlen der Regierung zufolge sind von insgesamt 5,1 Millionen teilzeitbeschäftigten Müttern in Deutschland gut 3,1 Millionen in einem Betrieb mit weniger als 50 Mitarbeitern tätig. Die sogenannte Brückenteilzeit soll aber nur für Beschäftigte in Firmen ab 45 Mitarbeitern gelten.

Die Linke-Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl warf der Union vor, die Brückenteilzeit in den Koalitionsverhandlungen mit der SPD beschränkt zu haben. "Wir brauchen ein echtes Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeit für alle, und die Wünsche der Beschäftigten müssen ernst genommen werden", sagte Ferschl der Zeitung.

Um das Rückkehrrecht war zwischen Union und SPD lange gerungen worden. In der vergangenen Legislaturperiode scheiterte die damalige Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) noch am Widerstand der Union. Auch in den vergangenen Monaten lag das Projekt zeitweise auf Eis. Erst Mitte Juni beschloss das Bundeskabinett den Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

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