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Wurde angeblich erpresst: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.

Wegen angeblich illegaler Putzfrau

Steinbrück wurde erpresst -Staatsanwalt ermittelt

Berlin - Ein Erpresser soll versucht haben, SPD-Politiker Peer Steinbrück zum Rückzug von seiner Kanzlerkandidatur zu zwingen. Der mutmaßliche Täter warf demnach dem Ehepaar Steinbrück vor, eine Putzfrau illegal beschäftigt zu haben.

Der Erpressungsversuch gegen den SPD-Kanzlerkandidat beschäftigt jetzt Polizei und Justiz. „Die Staatsanwaltschaft Bonn und die Bonner Polizei ermitteln wegen des Verdachts der Nötigung gegen unbekannt“, sagte ein Sprecher der Bonner Polizei am Samstag. Auskünfte von der Staatsanwaltschaft seien allerdings nicht vor Montag zu erwarten.

Steinbrücks Sprecher Rolf Kleine bestätigte den Erpressungsversuch und sagte, Steinbrück habe am Freitagnachmittag das Bundeskriminalamt eingeschaltet. Dieses habe den Erpresserbrief sichergestellt. Steinbrück, der am Samstag einen Wahlkampfauftritt in Erfurt hat, wollte am Mittag selbst Stellung nehmen.

Die „Bild“-Zeitung (Samstag) hatte berichtet, dass ein Erpresser versucht haben soll, Steinbrück zum Rückzug von seiner Kanzlerkandidatur zu zwingen. Der mutmaßliche Täter warf demnach dem Ehepaar Steinbrück vor, vor rund 14 Jahren eine Putzfrau illegal beschäftigt zu haben. Er drohte der Zeitung zufolge, dies öffentlich zu machen, wenn Steinbrück nicht auf seine Kandidatur verzichte.

Steinbrücks Ehefrau Gertrud wies die Vorwürfe zurück: „Steinbrücks sind nicht erpressbar. Und lassen sich auch nicht erpressen“. Den in dem Erpresserbrief geäußerten Vorwurf der illegalen Beschäftigung wies sie zurück.

dpa

Peer Steinbrück und sein Wahlkampfteam

Peer Steinbrück und sein Wahlkampfteam

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