Einstellung gewünscht

JPMorgan: Milliarden für Ende von Ermittlungen

New York - Die US-Großbank JPMorgen Chase hat einem Bericht zufolge angeboten, rund drei Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) für die Einstellung mehrerer Verfahren gegen sie in den USA zu bezahlen.

Über den Vorschlag berichtete am Dienstag das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Kreise. Eine Einigung mit den US-Behörden sei keineswegs sicher, da das Justizministerium in Washington der Auffassung sei, die Bank müsse weitere Milliarden zahlen.

Das US-Justizministerium führt gegen JPMorgan ein halbes Dutzend Ermittlungsverfahren. Welche Fälle von dem Angebot der Bank abgedeckt würden, sei unklar, schrieb die Zeitung. Ein Sprecher des Unternehmens wollte sich auf Anfrage nicht äußern, auch vom Justizministerium gab es zunächst keine Stellungnahme.

In der vergangenen Woche hatte JPMorgan sich bereits mit vier Regulierungsbehörden in den USA und Großbritannien auf einen Vergleich geeinigt. In der Finanzmarktaffäre um den sogenannten Wal von London zahlt die Bank Strafen in Höhe von insgesamt 920 Millionen Dollar an die verschiedenen Behörden. JPMorgan war unter anderem Nachlässigkeit bei der Aufsicht über die in den Skandal verwickelten Angestellten vorgeworfen worden.

Als "Wal von London" hatte der französische JPMorgan-Mitarbeiter Bruno Iksil im vergangenen Jahr Schlagzeilen gemacht. Er soll durch waghalsige Geschäfte mit Kreditausfall-Versicherungen in der Londoner Investmentabteilung von JPMorgan einen Verlust von 6,2 Milliarden Dollar verursacht haben. Weitere Mitarbeiter sollen dann versucht haben, die Verluste zu verschleiern.

afp

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