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Kim Jong Un liesß offenbar einen ranghohen Offizier seiner Armee hinrichten.

Angebliche Exekution in Nordkorea

Kim Jong Un ließ offenbar ranghohen Militär erschießen

Pjöngjang - Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach südkoreanischen Medienberichten seinen Armeechef Ri Yong Gil hinrichten lassen.

Wie die Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch unter Berufung auf unterrichtete Kreise meldete, wurde Ri bereits Anfang des Monats exekutiert. Ihm seien Korruption und politische Abtrünnigkeit vorgeworfen worden. Der südkoreanische Geheimdienst wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Ri war bei Armeeinspektionen häufig an Kims Seite zu sehen. Zuletzt tauchte sein Name aber nicht mehr in den Staatsmedien auf, als diese über ein großes Parteitreffen und Feiern anlässlich des Abschusses einer nordkoreanischen Langstreckenrakete am Sonntag berichteten. Yonhap zitierte die Quelle mit den Worten: Die Hinrichtung lasse vermuten, dass sich Kim in seiner Macht über die einflussreichen Streitkräfte "noch immer unsicher fühlt".

Kim soll schon mehrfach politische Weggefährten gewaltsam aus dem Weg geräumt haben. Offiziell bestätigte Pjöngjang die Berichte nie. Im August vergangenen Jahres berichtete Yonhap, dass der stellvertretende Regierungschef Choe Yong Gon hingerichtet worden sei, weil er angeblich die Forstpolitik von Machthaber Kim kritisiert habe.

Im April 2015 hatte Yonhap unter Berufung auf den südkoreanischen Geheimdienst berichtet, Verteidigungsminister Hyon Yong Chol sei wegen Kritik an Machthaber Kim abgesetzt und exekutiert worden. Diese Information wurde später aber wieder in Zweifel gezogen. Im Dezember 2013 ließ Kim seinen einflussreichen Onkel Jang Song Thaek hinrichten, dem Verrat und Korruption vorgeworfen wurde.

Das kommunistische Nordkorea gehört zu den am stärksten abgeschotteten Ländern der Welt. Kim regiert das Land mit diktatorischer Hand, es herrscht Zensur und die Opposition wird unterdrückt.

AFP

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