Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un neben einem Sprengkopf: Nach Ansicht von Experten hat Pjöngjang bislang nicht wesentlich abgerüstet. Foto: KCNA via KNS
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Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un neben einem Sprengkopf: Nach Ansicht von Experten hat Pjöngjang bislang nicht wesentlich abgerüstet. Foto: KCNA via KNS
Berichterstattung in Südkorea: Auf dem Bildschirm ist eine nordkoreanische Testanlage für Raketenantriebe zu sehen. Foto: Ahn Young-Joon/AP
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Berichterstattung in Südkorea: Auf dem Bildschirm ist eine nordkoreanische Testanlage für Raketenantriebe zu sehen. Foto: Ahn Young-Joon/AP
Die nordkoreanische Atomanlage Yongbyon auf einem Satellitenbild aus dem Jahr 2004. Foto: Digitalglobe
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Die nordkoreanische Atomanlage Yongbyon auf einem Satellitenbild aus dem Jahr 2004. Foto: Digitalglobe
Kim Jong Un und Donald Trump bei ihrem Treffen am 28. Februar in Hanoi. Foto: Evan Vucci/AP
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Kim Jong Un und Donald Trump bei ihrem Treffen am 28. Februar in Hanoi. Foto: Evan Vucci/AP
Vor knapp zwei Jahren wurden drei neue Objekte auf dem Gelände der nordkoreanischen Atomanlage Yongbyon entdeckt. Foto: Isis
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Vor knapp zwei Jahren wurden drei neue Objekte auf dem Gelände der nordkoreanischen Atomanlage Yongbyon entdeckt. Foto: Isis
Ballistische Raketen bei einer Militärparade in Pjöngjang. Foto: Wong Maye-E
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Ballistische Raketen bei einer Militärparade in Pjöngjang. Foto: Wong Maye-E
Raketenstart in Nordkorea: Die Mittelstreckenrakete Hwasong-10 steigt auf. Foto: KCNA/Archiv
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Raketenstart in Nordkorea: Die Mittelstreckenrakete Hwasong-10 steigt auf. Foto: KCNA/Archiv
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei der Beobachtung eines Militärmanövers. Foto: Rodong Sinmun
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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei der Beobachtung eines Militärmanövers. Foto: Rodong Sinmun

Mehr Druck auf Washington?

Bericht: Nordkorea überdenkt Atomgespräche mit den USA

Nach dem Scheitern des zweiten Gipfels zwischen den USA und Nordkorea gibt es die Befürchtung, die Spannungen im Streit über das nordkoreanische Atomprogramm könnten wieder zunehmen. Jetzt befeuert eine Regierungsvertreterin Pjöngjangs die Sorgen.

Seoul/Washington (dpa) - Nach dem gescheiterten Gipfeltreffen mit den USA vor zwei Wochen stellt Nordkoreas Führung weitere Verhandlungen über ihr Atomwaffenprogramm infrage.

Ihr Land habe nicht die Absicht, vor den Forderungen der USA, die diese beim Gipfel in Hanoi vorgebracht hätten, einzuknicken, sagte Vize-Außenministerin Choe Son Hui laut der russischen Agentur Tass am Freitag in Pjöngjang. Auch sei ihre Regierung nicht bereit, "die Verhandlungen in dieser Art fortzusetzen". Machthaber Kim Jong Un wolle bald eine offizielle Erklärung zu seinem künftigen Kurs abgeben.

Trotz der scharfen Töne zeigte sich US-Außenminister Mike Pompeo aber optimistisch, dass die Gespräche weitergehen werden. Er bleibe zuversichtlich, dass die US-Regierung die Verhandlungen mit Nordkorea fortsetzen könne, sagte Pompeo in Washington. Kim Jong Un habe versprochen, die Atomtests nicht wieder aufzunehmen. Die USA erwarteten, dass Kim dieser Verpflichtung nachkomme.

Der Gipfel zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump in Vietnam Ende Februar war überraschend ohne Absichtserklärung zu Ende gegangen. Beide Seiten kamen sich in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas und den Gegenleistungen der USA nicht näher.

In Südkorea schlossen Beobachter nicht aus, dass die weitgehend isolierte Führung Nordkoreas den Druck auf Washington erhöhen wolle. Das Büro des südkoreanischen Präsident Moon Jae In reagierte auf die Berichte zurückhaltend. Die Absicht Nordkoreas sei unklar. "Unter allen Umständen wird sich unsere Regierung weiter für die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen Nordkorea und den USA einsetzen."

Choe Son Hui machte dem Bericht zufolge die USA für den ergebnislosen Ausgang des zweiten direkten Treffens zwischen Kim und US-Präsident Trump verantwortlich. Der US-Regierung warf sie vor, sie sei "mit ihren eigenen politischen Interessen zu beschäftigt gewesen". Sie habe nicht die wirkliche Absicht gehabt, ein Ergebnis zu erzielen. Die Vize-Außenministerin erwähnte dabei explizit Pompeo und den nationalen Sicherheitsberater John Bolton. Sie warf ihnen vor, eine feindselige und von Misstrauen geprägte Atmosphäre geschaffen zu haben.

Pompeo wies diesen Vorwurf zurück. Er spielte aber zugleich Befürchtungen herunter, dass dies weitere Verhandlungen erschweren könne. Es sei nicht das erste Mal, dass er von der nordkoreanischen Seite attackiert worden sei, sagte Pompeo. Auch beim letzten Mal habe das den Gesprächen nicht geschadet.

Noch in Hanoi hatten sich beide Seiten gegenseitig über die Gründe für das Scheitern des Gipfels widersprochen. Trump sagte, Nordkorea habe die Aufhebung aller Sanktionen verlangt, die geplanten Abrüstungsschritte seien nicht weit genug gegangen. Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho erwiderte, sein Land habe nur eine teilweise Aufhebung der Sanktionen gefordert.

Ein Mitarbeiter des US-Außenministeriums stellte später klar, dass die Nordkoreaner eine Aufhebung aller Sanktionen gefordert hätten, die die "zivile Wirtschaft und den Lebensunterhalt der Menschen" beeinträchtigten. Sanktionen auf Waffen seien aber von der Forderung ausgeschlossen gewesen.

Trotz des Scheiterns hatte Trump von "sehr substanziellen Gesprächen mit Kim Jong Un" gesprochen. Kim hatte beim ersten Gipfel mit Trump im vergangenen Juni in Singapur seine Absicht zur "kompletten Denuklearisierung" betont. Es fehlten aber konkrete Zusagen, bis wann das Land sein Atomwaffenarsenal abschaffen will.

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