+
Mitten auf einer belebten Straße wurden am Wochenende in New York ein Imam und sein Begleiter erschossen. Foto: Justin Lane

Mann des Totschlags an Imam in New York beschuldigt

Mitten auf einer belebten Straße wurden am Wochenende in New York ein Imam und sein Begleiter erschossen. Jetzt ist ein Tatverdächtiger festgenommen und offiziell beschuldigt worden - aber das Motiv bleibt vorerst unklar.

New York (dpa) - Nach dem Mord an einem muslimischen Gelehrten und seinem Begleiter in New York hat die Polizei einen Mann nach Medienberichten offiziell des zweifachen Totschlags beschuldigt.

In der Wohnung des Verdächtigen im Stadtteil Brooklyn sei die mutmaßliche Tatwaffe gefunden worden, berichteten US-Medien. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio und Polizeichef Bill Bratton hatten am Montagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz die Festnahme des 36-Jährigen mitgeteilt.

Er habe festgenommen werden können, weil er mit seinem Fluchtauto etwa fünf Kilometer vom Ort des Mordes entfernt einen Unfall verursacht habe. Das Motiv für die Tat blieb aber zunächst weiter unklar. Zuvor hatte die Polizei mit einem Phantombild, das einen Mann mit kurzen Haaren, Bart und Brille zeigt, nach dem Täter gesucht.

Der 55 Jahre alte Imam und sein 64-jähriger Begleiter waren am Samstagnachmittag in der Nähe einer Moschee im Stadtteil Queens auf einer belebten Straße ermordet worden. Der Täter schoss den beiden nach Polizeiangaben in den Kopf. Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton verurteilte die Tat als "sinnlos". "Diese Art von abscheulicher Tat hat keinen Platz in Amerika", sagte Clinton.

New Yorks Bürgermeister de Blasio rief die Menschen in der Millionenmetropole bei der Beerdigung der beiden Männer am Montag zum Zusammenhalt auf. "Wir werden nicht den Stimmen zuhören, die uns trennen wollen, und wir werden nicht zulassen, dass sie weiter hasserfüllte Aktionen unterstützen. Wir werden dagegen angehen. Und wir werden sicherstellen, dass wer auch immer für diese Tat verantwortlich ist, zur Rechenschaft gezogen wird - das garantiere ich."

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Obama gewährt Whistleblowerin Manning Strafnachlass
Washingzon - Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat die 35-jährige Haftstrafe für die Whistleblowerin Chelsea Manning deutlich verkürzt.
Obama gewährt Whistleblowerin Manning Strafnachlass
Trump lobt auf Twitter die falsche Ivanka
Washington - Donald Trump twittert sehr viel, und da kann man sich schon mal irren. Jetzt verwechselte er seine eigene Tochter mit einer wildfremden Frau - und die …
Trump lobt auf Twitter die falsche Ivanka
Tajani ist neuer EU-Parlamentspräsident
Straßburg - Es war eine lange Prozedur. Aber am Ende setzte sich bei der Wahl zum neuen Präsidenten des Europaparlaments der Favorit durch. Für die Europäische …
Tajani ist neuer EU-Parlamentspräsident
Wegen Ukraine-Konflikts: Kiew verklagt Moskau
Kiew - Die Ukraine hat Russland vor dem Internationalen Gerichtshof wegen der aktiven Unterstützung von prorussischen Separatisten auf Entschädigung verklagt.
Wegen Ukraine-Konflikts: Kiew verklagt Moskau

Kommentare