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Ärzte versorgen einen verletzten Mann. 25 Menschen starben bei einem Angriff auf Aleppo, der angeblich mit Chemiewaffen durchgeführt worden sein soll.

25 Tote

Syrien: Rätsel um Chemiewaffen-Einsatz

Damaskus - Zwei Jahre tobt der Bürgerkrieg in Syrien schon. Jetzt wurden nach syrischen Angaben erstmals Chemiewaffen eingesetzt. Regierung und Rebellen beschuldigen sich gegenseitig.

Im syrischen Bürgerkrieg sind nach Angaben der Konfliktparteien offenbar erstmals Chemiewaffen eingesetzt worden. Beim Einschlag einer Rakete mit Giftgas wurden am Dienstag mindestens 25 Menschen in der Provinz Aleppo im Norden des Landes getötet, wie Staatsmedien und Informationsminister Omran al-Subi am Dienstag mitteilten. Sie beschuldigten Rebellen als Täter - was diese aber zurückwiesen und im Gegenzug die Armee von Präsident Baschar al-Assad bezichtigten.

In Washington verlautete aus Regierungskreisen, es gebe keinen Hinweis, dass in Syrien Chemiewaffen eingesetzt worden seien. Die USA haben mehrfach erklärt, dass die Position der syrischen Chemiewaffen genau beobachtet werde.

Die Führung der US-Streitkräfte hat sich wiederholt besorgt über die Sicherheit des syrischen Chemiewaffenarsenals geäußert. Der Kommandeur des für den Nahen und Mittleren Osten zuständigen Zentralkommandos, Generals James Mattis, sagte in einer Senatsanhörung, die Lagerstätten dieser Massenvernichtungswaffen erschienen inmitten des andauernden Bürgerkriegs zunehmend in Gefahr. Erst vergangene Woche hatte der israelische Militärgeheimdienstchef Aviv Kochavi öffentlich gewarnt, dass Assad zurzeit heimlich den Einsatz von Chemiewaffen vorbereite.

Bei der Attacke in dem Dorf Khan al-Assad wurden Berichten der Staatsagentur SANA zufolge auch mindestens 86 Menschen verletzt. Der Angriff ereignete sich kurz nachdem die syrische Opposition in Istanbul Ghassan Hitto als Ministerpräsident einer Gegenregierung gewählt hatte. Bei der Abstimmung am Morgen erhielt Hitto 35 von 49 Stimmen.

Hitto wurde 1963 in der syrischen Hauptstadt Damaskus geboren, hat lange in den USA gelebt und war zuletzt in der Technologiebranche tätig. Es wird erwartet, dass Hitto in den kommenden Tagen die Minister seiner Übergangsregierung benennt. Ob die vielen verschiedenen Rebellentruppen die Autorität Hittos und seiner Regierung akzeptieren werden, ist jedoch ungewiss.

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Er stellte in seiner ersten Rede klar, dass Verhandlungen mit dem Assad-Regime ausgeschlossen seien. Zudem wurden Anhänger des Regimes vor Gericht gestellt, wenn sie Verbrechen begangen hätten. Sitz seiner Gegenregierung soll das von Rebellen eroberte Gebiet im Norden des Landes sein.

Der Aufstand gegen Machthaber Assad hat vor zwei Jahren begonnen. Inzwischen sind in dem Bürgerkrieg nach Angaben der Vereinten Nationen etwa 70 000 Menschen ums Leben gekommen.

AP

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