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Wahlsieger und ab Sonntag Frankreichs Präsident:  Emmanuel Macron.

Berlin-Besuch des neuen Präsidenten

Macron schon am Tag nach der Amtsübernahme bei Merkel

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt am Montag den neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Berlin. Es ist Macrons erster Antrittsbesuch im Ausland.

Update vom 15. Mai 2017: Nur einen Tag nach seiner offiziellen Amtseinführung kommt der französische Präsident Emmanuel Macron nach Berlin, um sich mit Kanzlerin Angela Merkel zu treffen. Merkur.de berichtet im News-Ticker.

Nur einen Tag vorher, am Sonntag, wird der bisherige sozialistische Präsident François Hollande (62) die Amtsgeschäfte an seinen sozialliberalen 39-jährigen Nachfolger übergeben. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert wird Macron am späten Montagnachmittag im Kanzleramt sein.

Merkel hatte am Donnerstagabend beim Düsseldorfer „Ständehaus-Treff“ der „Rheinischen Post“ erklärt, sie habe Respekt vor den großen Aufgaben, vor denen Macron stehe. Sie wolle mit einem Investitionsprogramm auf ihn zugehen und über weitere Maßnahmen zur Stärkung der Eurozone reden. Ferner wolle sie mit Macron Reformen voranbringen, die kurzfristig den Arbeitsmarkt verbesserten.

Sie sagte: „Ich denke schon seit 2013 über ein Budget in der Eurozone nach, mit dem wir reformfreudigen Ländern helfen können. Hier könnten wir zusätzlich zu den Fonds, die wir schon haben, weitere Mittel einsetzen, um den Ländern temporär in diesem Bereich zu helfen.“

„Jeder muss verstehen, was die Bedürfnisse der anderen Seite sind“

Unterdessen hat Jean Pisani-Ferry, Berater des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron, eine intensivere Debatte über die Ziele der Eurozone gefordert. „Jeder muss besser verstehen, was die Bedürfnisse der anderen Seite sind und wo die roten Linien verlaufen“, sagte der Programmdirektor von Macrons Wahlkampagne bei einer Diskussionsveranstaltung in Brüssel. Die Diskussion um Macrons Haltung zu gemeinsamen europäischen Anleihen führte Pisani-Ferry dabei auf ein Missverständnis zurück.

„In Sachen Eurozone könnte es ein Übersetzungsproblem geben“, scherzte der Präsidentenberater bei der Veranstaltung des Bruegel-Forums am Donnerstag. „Ich habe mein deutsch-französisches Wörterbuch konsultiert, und die Übersetzung für Budget scheint darin nicht Eurobonds zu sein.“ Pisani-Ferry räumte ein, dass Deutschland und Frankreich unterschiedliche Herangehensweisen hätten. Erst nach der Bundestagswahl dürfte sich die Zusammenarbeit zwischen Paris und Berlin konkretisieren, meinte der Präsidentenberater.

Lesen Sie auch: Bundeskanzlerin Merkel gratuliert Macron zum Wahlsieg

AFP/dpa

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