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Die inhaftierte ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko.

Berlin bietet erneut Behandlung Timoschenkos an

Berlin - Die Bundesregierung setzt sich weiter für eine medizinische Behandlung der inhaftierten ukrainischen Oppositionsführerin Julia Timoschenko in Deutschland ein.

"Das Angebot an Frau Timoschenko, sich in Deutschland medizinisch behandeln zu lassen, steht", sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Andreas Peschke, am Montag in Berlin. Die Bundesregierung sei in der Frage "auch kurzfristig handlungsbereit".

Peschke verwies unter anderem auf die Möglichkeit der ukrainischen Regierung, Timoschenko zu begnadigen. Die Begnadigung des früheren Innenministers und Timoschenko-Vertrauten Juri Luzenko im April habe gezeigt, dass derartige Lösungen möglich seien. Die Bundesregierung erwarte, dass die ukrainische Regierung "das ihre tut, um zu einer baldigen Lösung beizutragen", sagte der Außenamtssprecher.

Die an Bandscheiben-Problemen leidende Timoschenko verbüßt in der Ukraine derzeit eine siebenjährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs während ihrer Zeit als Regierungschefin. Sie wurde bereits mehrmals von Ärzten der Berliner Charité untersucht.

Deutschland und die EU drängen die ukrainische Regierung seit langem zur Freilassung Timoschenkos. Erst am Freitag hatten zwei Gesandte des EU-Parlaments bei Janukowitsch formell eine Begnadigung Timoschenkos beantragt. Brüssel vermutet hinter der Verurteilung seiner ärgsten Widersacherin politische Motive.

AFP

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