+
Steuererklärung

OECD-Vergleich in 34 Staaten

Deutsche Arbeitnehmer zahlen hohe Sozialabgaben - Unternehmen kommen steuerlich gut weg

  • schließen

Ein OECD-Vergleich zeigt: Die Abgabenlast an Steuern und Sozialabgaben ist in Deutschland leicht überdurchschnittlich im Vergleich mit anderen Industrieländern.

Berlin - Die Quote an Steuern- und Abgaben war im vergangenen Jahr einer Statistik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge so hoch wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1965. Im Durchschnitt erhob der Staat in den 34 OECD-Ländern Steuern und Sozialabgaben in Höhe von 34,2 Prozent der Wirtschaftskraft. 

Deutschland liegt über den Schnitt - klarer Anstieg seit dem Jahr 2000

Die Steuerquote - also die Steuereinnahmen gemessen an der Wirtschaftsleistung - in Deutschland liegt demnach über dem OECD-Schnitt. Der Staat erhielt im vergangenen Jahr 37,5 Prozent der Wirtschaftskraft (plus 0,1 Prozentpunkt im Vergleich zu 2016). Damit ist diese Quote seit dem Jahr 2000 um 1,3 Prozentpunkte gestiegen. Am niedrigsten war sie in diesem Zeitraum in Deutschland in den Jahren 2004 und 2005 mit einer Quote von 33,9 Prozent.

Hohe Sozialabgaben - Unternehmen kommen gut weg

Deutschland gehört bei der Belastung der Arbeitseinkommen durch Steuern und Sozialabgaben damit weiter zu den Spitzenreitern. Besonders hoch sind hier im Vergleich zu anderen OECD-Ländern die Sozialabgaben, nämlich zwölf Prozentpunkte mehr als im Durchschnitt der Industrieländer. Die Steuern auf Unternehmensgewinne liegen dagegen deutlich darunter. Der Anteil der Unternehmensteuern liegt in den Industrieländern durchschnittlich fast doppelt so hoch.

Frankreich und die Niederlande sind Steuer-Spitzenreiter

Die höchsten Steuern und Abgaben unter den OECD-Ländern kassiert Frankreich. Hier erhielt der Staat im vergangenen Jahr 46,2 Prozent der Wirtschaftskraft, direkt dahinter mit 46 Prozent lagen die Niederlande. Am niedrigsten war die Quote in Mexiko: Sie lag 2017 bei 16,2 Prozent.

Mehr Netto: Steuerklassenwechsel zahlt sich für Verheiratete oft aus

Ob Hochzeit, Schwangerschaft oder Renteneintritt: Mit einer Veränderung der Lebensverhältnisse ändert sich oft auch die Steuerlast. Für Paare kann es sich dabei häufig rentieren, einen Wechsel der Steuerklasse durchzuspielen.

Mit Spenden auch über mehrere Jahre hinweg Steuern sparen 

Geldspenden an gemeinnützige Organisationen lassen sich häufig steuerlich absetzen. Welche Bedingungen sind zu erfüllen, damit man die Spende als Sonderausgabe in der Einkommensteuererklärung ausweisen kann?

dpa/mag

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zwei „Eurofighter“ abgestürzt: Retter finden Leichenteile - AfD-Mann twittert hämisch
Zwei „Eurofighter“ der Bundeswehr sind in Mecklenburg-Vorpommern abgestürzt. Während einer der Piloten das Unglück überlebte, verlor sein Kamerad sein Leben. Ein …
Zwei „Eurofighter“ abgestürzt: Retter finden Leichenteile - AfD-Mann twittert hämisch
Iran-Krise: Trump verhängt "harte Sanktionen" gegen geistliches Oberhaupt
Der Iran-Konflikt eskaliert immer weiter. Die Trump-Regierung kündigt neue Sanktionen an und will ein großes Bündnis gegen den Iran schmieden.
Iran-Krise: Trump verhängt "harte Sanktionen" gegen geistliches Oberhaupt
Wahl in Istanbul: Niederlage für Erdogan -  Cem Özdemir sieht Türkei vor großen Problemen
Bei der Istanbul-Wahl hat CHP-Kandidat Imamoglu gewonnen - er wird neuer Bürgermeister der Metropole. Für Erdogan und seine AKP ist das ein Debakel.
Wahl in Istanbul: Niederlage für Erdogan -  Cem Özdemir sieht Türkei vor großen Problemen
Mexiko schickt fast 15.000 Soldaten und Polizisten an US-Grenze
Die USA üben wegen der ungeregelten Einwanderung massiv Druck auf Mexiko aus. Jetzt schickt das Mittelamerikanische Land fast 15.000 Soldaten und Polizisten an US-Grenze.
Mexiko schickt fast 15.000 Soldaten und Polizisten an US-Grenze

Kommentare