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Die Spitzenkandidaten für die Berliner Abgeordnetenhauswahl Ramona Pop (l-r, Grüne), Frank Henkel (CDU) und Michael Müller (SPD).

Talkrunde zur Berlin-Wahl

AfD "verrät alles, was Deutschland stark gemacht hat"

Berlin - Am 18. September wird in Berlin gewählt. Politiker der vier großen Parteien haben in einer Talkrunde die AfD nun scharf kritisiert. Der Vorwurf: Die Partei würde das Land verraten.

Die Spitzenkandidaten der vier großen im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien haben vor der Wahl der AfD gewarnt. "Mit der AfD gibt es keine Zusammenarbeit", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstagabend in einer Diskussionsrunde im RBB-Fernsehen. Die AfD vertrete "ein undemokratisches Gesellschaftsbild". Auch der CDU-Spitzenkandidat und amtierende Innensenator Frank Henkel schloss eine Kooperation mit der AfD aus.

Rund 2,5 Millionen wahlberechtigte Berliner sind aufgerufen, am 18. September ein neues Abgeordnetenhaus zu wählen. Alle wissenswerten Informationen zur Berlin-Wahl haben wir für Sie bereits zusammengestellt.

Zu der live übertragenen RBB-Diskussionsrunde war neben SPD-Spitzenkandidat Müller und Henkel sowie Ramona Pop von den Grünen und Klaus Lederer von der Linkspartei auch AfD-Spitzenkandidat Georg Pazderski eingeladen. Der Oberst im Ruhestand kündigte an, die AfD wolle im Falle eines Einzugs ins Abgeordnetenhaus an Gesetzgebungsprozessen mitwirken. "Wir werden versuchen, konstruktiv mitzuarbeiten, wenn man uns denn mitarbeiten lässt." Hier geht's zu unserem Live-Ticker zur Berlinwahl, in dem Sie alle Ergebnisse und Hochrechnungen direkt erfahren.

Henkel: AfD verrate alles, was Deutschland stark gemacht habe

CDU-Spitzenkandidat Henkel sagte in der Diskussionsrunde zu Pazderski: "Ihre Partei verrät alles, was Deutschland stark gemacht hat." Grünen-Kandidatin Pop forderte die Zuschauer auf, in jedem Fall wählen zu gehen, um einen Erfolg der AfD zu verhindern. Welche Rolle die AfD bei der Berlin-Wahl spielt, haben wir hier für Sie analysiert.

Die Diskussionsrunde drehte sich vor allem um Berlins überlastete Bürgerämter, den Mangel an bezahlbarem Wohnraum, die innere Sicherheit und die Ausstattung der Schulen. Beim Thema Flüchtlinge bestritt Pazderski, dass die in Berlin lebenden Flüchtlinge dauerhaft in die Gesellschaft integriert werden müssten. "Ich glaube, Integration hat letzten Endes auch das Ziel, diese Leute hier zu behalten", sagte der AfD-Politiker. Ziel müsse es aber sein, die Menschen stattdessen auf die Rückkehr in ihre Herkunftsländer vorzubereiten, sobald diese befriedet seien.

Bleiben Sie auf dem Laufenden: Die aktuellen Umfragen zur Wahl in Berlin.

AFP

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