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Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Ausbildung von Soldaten

Steinmeier verspricht Afrika mehr Unterstützung

Addis Abeba - Außenminister Steinmeier auf Afrika-Reise. Zum Auftakt verspricht er am Sitz der Afrikanischen Union mehr Unterstützung bei der Ausbildung von Sicherheitskräften.

Deutschland will auf dem afrikanischen Kontinent stärker bei der Ausbildung von Sicherheitskräften helfen. Dies kündigte Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum Auftakt einer dreitägigen Afrika-Reise am Montag in Äthiopien an. Am Sitz der Afrikanischen Union (AU) in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba wird derzeit mit deutscher Hilfe ein „Friedens- und Stabilitätszentrum“ gebaut, wo künftig auch Friedenstruppen geschult werden sollen. Die Eröffnung ist nach Verzögerungen nun 2015 geplant.

Steinmeier sagte, die afrikanischen Staaten seien inzwischen besser als noch vor einigen Jahren in der Lage, zur Lösung von regionalen Konflikten beizutragen. Die Autorität der Afrikanischen Union - ein Bündnis aus mittlerweile 54 Staaten - sei gewachsen. Er versicherte, dass die Bundesregierung aber auch künftig zu Unterstützung bereit ist. In Staaten wie Ghana, Somalia oder Mali beteiligt sich Deutschland bereits an der Ausbildung von Sicherheitskräften.

Der Minister verwies darauf, dass solche Unterstützung auch im eigenen Interesse der Europäer liege. „Wir leben in einer Zeit, in der regionale Konflikte kaum noch regional bleiben. Auch Europa ist berührt von allzu vielen Auseinandersetzungen auf dem afrikanischen Kontinent.“ In Berlin arbeitet die große Koalition derzeit an einem neuen Afrika-Konzept. Weitere Stationen von Steinmeiers Reise sind Tansania und Angola.

In Addis Abeba kam der SPD-Politiker auch mit Staatspräsident Mulatu Teschome zusammen. Anschließend stand ein Treffen mit der Kommissionsvorsitzenden der AU, Nkosazana Dlamini-Zuma, auf dem Programm.

dpa

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